A Lifetime Of Friendship Against Racism!

spmblock 27 Mai, 2010 00:03 Allgemein, Sport, Fußball, FC Sankt Pauli Permalink Trackbacks (0)
Dienstag, der 18.05. im Jubiläumsjahr, heute kommen „The Bhoys“ ins Millerntor.

Nach der Arbeit machte ich mich mit meinem Auto auf den Weg zum Treffpunkt, wo ich einen weiteren Sankt Paulianer abholte.

Dann ging es über der Autobahn 1 in Richtung Hamburg, mit nur einer Pause und einem kleinen Stau kamen wir um 18:10 beim Fanladen an und konnten davor parken. Schnell die Karte für den Mitreisenden aus Fanladen geholt und auf ging es zum Jolly, das schon gut gefüllt war mit Celtic- und St. Pauli-Fans. Nachdem wir Bekannte begrüßt haben und zusammen ein Bier getrunken hatten, sind wir ca. eine Stunde vor dem Spiel ins Stadion gegangen.

Ca. 5 Minuten später als geplant wurde das Spiel angepfiffen, da einige Spieler verabschiedet wurden, unter anderem unsere Nummer 1, Borger, 10 Meggle und 26 Sako. Für alle, die unseren Verein verlassen werden, ein kräftiges „YNWA „!

Zu der ersten Hälfte kann man nicht viel schreiben, außer dass Paddy nach 5 Minuten schon vom Platz gehen musste und Bene kam rein. Beiden Teams gelang es nicht Tore zu schießen, dafür gab es sehr viele Zweikämpfe.

Kurz vor der Pause kamen dann doch Möglichkeiten auf. In der 28. Minute Freistoß für St. Pauli, den Hennings ausführt, Bruns kommt noch mit den Kopf dran, aber leider geht der Ball am Pfosten vorbei. Einen Schuss von Sukuta-Pasu kann Zaluska nur mit Müh entschärfen. Rasmussen, der im Abseits stand, schießt den Ball aus ca. zehn Metern in der 35. Minute über das Tor. Dann ist auch schon Pause.

Zur zweiten Hälften brachte Stani für Lechner, Eger, Thorandt, Oczipka, Schultz und Bruns folgende neue Spieler: Rothenbach, Morena, Kalla, Gunesch, Naki und Lehmann. In der 55. Minute kommt Celtic zu einer großen Chance, die zum Glück an die Latten ging. Doch nur 4 Minuten später setzt McCourt zu eien Solo an, umspielte Morena und auch Rothenbach, Bene hatte keine Chance. 1: 0 für unsere Freunde aus Glasgow.

Dann kam einer der Momente des Abends: Soko wurde von Takyi ersetzt. Desweiteren sind Sukuta-Pasu und Bourgault in der 63. Minute vom Feld gegangen, für sie kamen Daube und Ebbers.

In der 71. Minute erster Wechsel von den Schotten: Zaluska muss verletzungsbedingt vom Platz, für ihn kommt Cervi.

In der 77. Minute eine super Akzion von unseren Naki und Takyi, Naki bedient im Sechzehner Takyi, der eine kurze Drehung macht, aber sein Schuss landet nur neben dem Tor.

Kurz vorm Ende des Spiels möchte St. Pauli seinen letzten neuen Mann für Hennings bringen, doch was ist das? Er ist gar nicht auf der Bank. Ratlose Gesichter im ganzen Stadion. Während ein Betreuer zur Kabine rennt und den Fußballgott Thomas Meggle holt, der mit seinem Sohn dann aufs Spielfeld einläuft und von den Fans gefeiert wird mit „Thomas Meggle FUßBALLGOTT“!

Eine Minute später erzielt Rasmussen das 2:0 für Celtic nach einem Anspiel im Strafraum, der sich dann um Morena dreht und den Ball ins Tor einnetzt. Dann war auch schon Schluss mit dem Spiel.

Nachdem wir die Mannschaft verabschiedet hatten, sind wir dann wieder nach Hause gefahren. Etwas übermüdet kam ich dann um ca. 2:15 zu Hause an und bin ins Bett gefallen. Was für eine Fahrt über die Bundesautobahn 1 mit den vielen doofen Baustellen, was mich fast verrückt gemacht hätte. Deswegen einen riesigen Respekt an unseren Steuermann, der uns immer gut und sicher durch diese Baustellen gebracht hat.

Hurri WF/SPM

The Birthday Party / I'm On Top Of The World

spmblock 19 Mai, 2010 23:07 Allgemein, Sport, Fußball, FC Sankt Pauli, FC United of Manchester Permalink Trackbacks (0)

 The Birthday Party

Überspringen wir die Hinfahrt. Ein Samstagspiel gegen einen Club, der wirklich den Fans gehört, am offiziellen Geburtstag unseres „magischen FC“ plus die Gelegenheit, das Antira zu besuchen – und im SPM-Bus sitzen mehr Gäste als eigene Mitglieder?

Erfreulich früh trafen wir in der Kollaustraße ein. Zeit genug Infos auszutauschen, die vorbestellten Fanclubbücher abzuholen und richtig gut vegetarisch zu essen. Zu einem Preis, bei dem du auf den üblichen Festivals gerade mal einen Esslöffel Champignons bekommst.

Später am Stadion Premiere für die Redaktionsgruppe: wir haben versucht, unsere Zeckenbiss-Sonderausgabe unter die Leute zu bringen. (Danke an Teddy, der in dem ganzen Trubel noch Zeit und Energie gefunden hat, uns beim Verkauf zu helfen!) Meine Achtung vor den Gazzetta- und Fanräumezeitung-Verkäufer/innen, die das alle zwei Wochen bei Wind&Wetter machen, ist deutlich gestiegen. Wir hatten ja noch Glück und haufenweise interessierte Engländer/innen als Kundschaft, die lediglich wissen wollten, ob wir ein „programme“ oder ein „fanzine“ anbieten und in keinster Weise versucht haben zu schachern. Den freundlichen Hinweis eines FCSP-Kolumnisten werden wir beherzigen und das offensive Verkaufsgespräch demnächst an ihm selbst trainieren ;-)

Erwartungsgemäß gab es zum Spiel keinen organisierten support. Ich habe jetzt auch keine Lust, immer in die gleiche Kerbe zu hauen und hämisch auf die ach so tolle Stimmung im Block hinzuweisen. Spielbezogener support undsoweiter, you know. Es war jämmerlich bis amüsant, was da an Versuchen zu hören war. Die einzigen, die einen schönen Gesang hinlegten, waren die Omonoia-Jungs (habe kein weibliches Wesen in der Gruppe gesehen).
Mein persönliches highlight war – neben Thomfordes Kappe – das Antira-Allstars-Spiel in der Halbzeit. Leider waren Heikos Kommentare kaum zu verstehen. Umso deutlicher die Tapete – klasse Aktion das auf dem heiligen Rasen zu bringen!

In der 2. Halbzeit habe ich vor der Kälte kapituliert. Konnte auf dem Weg an der Gegengerade vorbei aber hören, wie laut die Mancunians waren! Wetten, dass denen nicht so kalt war?

Auf die Antira-Party haben wir es leider nicht mehr geschafft. Mir hat der Ausgang des Pokalfinales die Stimmung getrübt. Und ohne die entsprechenden Drogen mit drei Stunden Schlaf den ganzen Tag auf den Beinen sein fordert irgendwann seinen Tribut.

Ich freu mich auf das nächste Antira, das in zwei Jahren hoffentlich wieder in der Kollaustraße (dann mit Rasenheizung *g*) stattfinden wird. Und ich freue mich darauf, in nicht allzu langer Zeit diese sympathische Fan-Bande des FCUM in ihrem eigenen Stadion sehen zu können!

Mary Read SPM/USP

 

I'm on top of the world 

Ungefähr letztes Jahr um diese Zeit habe ich auf einer Kurve im Olympischen Stadion in Stockholm gestanden und habe Djurgarden Allstars gegen FC United of Manchester angeschaut.  Am gleichen Abend habe ich eine Gerücht gehört:  Nächstes Jahr werden FCUM nach St Pauli fahren!  Als Liebhaber von FCUM und FCSP könnte es als Spiel für mich nicht traumhafter sein.  Diese Woche ist dieser Traum  Realität geworden.  Jetzt folgen ein paar Notitzen von dem Wochenende:

Donnerstag:
Ich bin mit dem Zug von Dortmund nach Hamburg gefahren, habe in dem „B&B“ von N. „eingecheckt“ und bin dann sofort zum Portugiesischen Viertel neben den Landungsbrücken gefahren um meine Freunde aus Manchester zu treffen.  Ein schöner Nachmittag folgt in einem Cafe.  Viele Geschichten ausgetauscht.  Kaffee für mich.  Hektoliter Superbok (ein Kultbier für Fans aus Manchester, nachdem Manchester United gegen Porto in 1997 gespielt hatten) für die Anderen.
Dann ab nach der Kollaustraße um am Antira-Turnier teilzunehmen.  Leckeres Veggie-Essen, Bekannte begrüßt, ein sehr interessantes und manchmal schockierendes Referat über St Pauli während der Nazi-Zeit gehört, ein bisschen mit den netten Sampdoria Rudeboys und Girls getanzt und dann ab nach Hause.

Freitag:
Mittags habe ich die Mannschaft am Flughafen getroffen.  Ich habe ein paar Spieler erkannt ..aha…aber warte mal, Pliquett spielt nicht für FCUM!  Die 1. St Pauli-Mannschaft ist zurück aus Mallorca gekommen!  Die sahen müde aus.  Sonnenbrillen überall!  Dann kam die FCUM-Mannschaft.  Si Carden kommt sofort rüber und fragt „hallo, habe ich Zeit für eine Kippe?“.  Profis!  Der offizielle St. Pauli-Bus ist angekommen, und nach einem Foto sind wir dann weiter zum Hotel gefahren.
Am Nachmittag haben wir eine Tour vom Stadion mit Sven Brux bekommen.  Es war eine sehr interessante Tour. Viele Geschichten, ein bisschen über die Kampf um ein charaktervolles Stadion gegen die Wünsche des Stadtrats zu bauen usw.  Die jüngeren Spieler waren total begeistet  Fußballschuhen, Whirlpoolbad und den eher Geschmacksache/dekadenten VIP Lounges.  Alle hatten großes Interesse an den  Stehplatzbereichen der Südkurve.  „Stehen die Ultras da?“ haben viele, auch Spieler, gefragt.  Die Nebeneinanderstellung von reichen Fans und jungen Fans war ein großes Thema während der ganzen Tour.
Später wurden wir von Andreas Kahrs durchs Viertel geführt.  Informationen über das Leben von Prostitutierten und die Geschichte vom Viertel als Stadtteil der Unerwünschten hat großen Eindruck auf alle gemacht.  Die Nebeneinanderstellung von Reichen in Eigentumswohnungen und alten Gebäuden daneben haben alle auch interessant gefunden.  Die Verbindung mit den Problemen im Stadion wurde auch von vielen bemerkt.  Ein paar Vereinsmitarbeiter und Spieler haben auch sofort gesagt, dass sie später zurück zum „Onkel Otto“ gehen wollten.
Der letzte Teil des Abends war ein Abendessen im Schanzenviertel.  Gutes Essen, Bier und Ouzo ohne Ende wurde, dank FC St. Pauli, von FCUM Spieler und Mitarbeiter genossen.  Andy Walsh, der Präsident von FCUM, hat auch ein paar Freundschaftschals und andere Geschenke an FC St. Pauli gegeben.  Eine große Gruppe von St. Pauli war auch dabei.  Littmann, Spies, Brux, seine sehr nette Freundin usw.  Stani ist auch kurz reingekommen.  Was haben wir diskutiert?  Do you know that song „Behind Closed Doors“ by Charlie Rich?  It's one of my favourite songs.  ;-) War aber ein sehr netter, freundlicher Abend.
Ein paar Club Mate noch mit den Spielern und Fans von FCSP und FCUM im Knust (danke für den freien Eintritt!) und ich bin kaputt nach Hause gegangen.

Samstag
Training mit FCUM und die Trainingslage am Millerntor war doppelgebucht.  Deswegen konnten wir im Millerntor spielen!  Genial!  Ich bin auf der leeren Gegengerade gestanden und habe die Jungs beim Trainingspiel angeschaut.  Schon wieder war alles von FC St. Pauli versorgt.  Super nett!
Ein kurzes Interview mit einem Journalisten von Sportal.de (here for the attention, I'm only here for the attention!  ) und dann fängt die echte Arbeit an.  Ein ganzer Tag von Dolmetschen, Karten versorgen, Merchandise Bühne unterstutzen, Fanzines verkaufen.  Am Ende war mein Blackberry Akku komplett leer!  Und das bedeutete, ich konnte endlich ins Stadion gehen.  Noch ein kurzes Interview und dann habe ich mit meinen Freunden aus Manchester gesungen.  BRING ON UNITED!
Das Spiel ist super gelaufen.  Klasnic war sehr stark, Ippig trug eine alte Kappe, als ob er aus den 50er Jahren kam, Sam Ashton hat eine super Parade für FCUM gemacht.  In unserem Block haben wir die neue konservative Regierung in England beschimpft, Happy Birthday St Pauli gesungen, jedes Tor gefeiert.  Hauptsache, da waren wir 5 Jahre alt, „zu Gast“ (ich bin kein Gast!) von FC St. Pauli auf dem 100. Geburtstag. Die Stimmung war ekstatisch!  10 Minuten nach dem Schlusspfiff haben wir immer noch gesungen.  So eine gute Laune.  Die Bullen haben uns mit ihren privaten Handys statt Kameras gefilmt!  Die St. Pauli Fans in der Gegengerade haben uns Applaus gegeben – die Ehre!  
Und dann raus vom Stadion und die Atmosphäre im Clubheim, Jolly Roger und Knust genossen.  „I'm on top of the world, looking down on creation, and the only explanation I can find, is the love that I've found, ever since you've been around, oh it's put me at the top of the world!”  HYPERLINK "http://www.youtube.com/watch?v=16MCAch0la8" http://www.youtube.com/watch?v=16MCAch0la8

Sonntag
11Uhr und wieder die Fahrt nach NRW.  Die anderen Mancunians haben sich gefreut, dass sie länger bleiben konnten aufgrund des Vulkans. „We’re not going home, we’re not going home...“ Aber der SPM-Bus ist zuverlässiger als ein Flugzeug.  Ein bisschen Stau, nette Unterhaltung mit den anderen SPMler (eher vermisst während des Wochenendes) und dann schon wieder ins Bett.  Ich schreibe diesen Bericht 3 Tage nach dem Spiel.  Die gute Laune der Kumpel in Manchester bleibt immer noch stärker als nach einer XTC Pill im alten Manchester Club „The Hacienda“.  Danke St. Pauli! Und noch mal „Happy Birthday!“.

Teddy FCUM/SPM


PAULI PAAAADDYYYY *Saufi Saufi*

spmblock 12 Mai, 2010 22:05 Allgemein, Fußball, FC Sankt Pauli Permalink Trackbacks (0)

Und es war mal wieder so weit. Am Samstag um 11:30 Uhr durften wir am Osnabrücker Hafen endlich wieder in unseren heißgeliebten SPM-Bus einsteigen. Man war munter und voller Vorfreude auf das anstehende Wochenende und natürlich auf die versprochenden 6 Liter Zauberbowle!!!! An dieser Stelle noch mal ein dickes Danke an Tante Käthe.
Die Plätze waren reserviert und vorgewärmt. Nach ca. 4 Becher Bowle und um die 5 Bier waren wir auch schon ohne nennenswerte Zwischenfälle in Hamburg. Die etwas ekeligen Stellen der Busfahrt möchte ich hier nicht noch einmal erwähnen mit Rücksicht auf die Mitreisenden! :)
Schnell wurde das Zimmer im Hotel Pacific in Beschlag genommen. Eben noch etwas aufgehübscht und schon war man bereit für das Hafenfest. Schnell noch ein Bierchen am Jolly's gekauft und ab ins Getümmel. Ich glaub so recht wollte sich keiner mit dem Hafenfest anfreunden. Es war halt "ganz nett". Schräge Vögel wohin man schaute. Und das meine ich nicht positiv.
In der Hafenstraße konnten wir bei 1-2 Personen dann auch noch feststellen, dass man es mit Anfang 20 schaffen kann ca. 20 Piercings im Gesicht zu haben. RESPEKT!
Zwischendurch durften wir Mädels unser Ego noch mit gekonnten Sprüchen fremder Männer alla "Du bist ja ein heißes Babe" aufpolieren. Was für Charmeure da auch immer auf dem Kiez unterwegs sind!
So, da allen der Magen schon bis zum Boden hing, gings flux in Joker's was Leckeres essen. Auch da möchte ich an dieser Stelle nicht ins Detail gehen. Nur soviel sei gesagt......nicht von fremden Tellerchen essen!!!!!!!
Kurz noch im Raval vorbeigeschaut und schon gings weiter zur Antifa-USP Party in die Rote Flora. War echt nen netter geselliger Abend mit Menschen, die man gerne hat. Hier und da noch nen Smalltalk gehalten, bevor es dann nachts ins kuschelige Hotelbett ging.

So, erstmal Frühstücken und sich wie ein Kind an Weihnachten auf das letzte Spiel dieser Saison freuen. Der Aufstieg ist ja schon gewuppt, aber, aber es gilt noch die glorreiche Radkappe zu gewinnen und damit die Herren vom Bääätzebääärsch vom 1. Platz zu verdrängen. Sachen geschnappt und ab zum Fanladen. Tickets, Bierchen und zu große T-Shirts (ja, Dan, du brauchst kein XL!) geholt und die Welt war in Ordnung.  Dann gings zum Bus ein paar Bierchen unter die Menschen bringen. Alte Freunde treffen und natürlich auch hier und da das ein oder andere Schwätzchen halten. Eine Frage bewegte mich aber die ganze Zeit....wie kann es sein, dass es Anfang Mai so beschissen kalt ist und gar nicht mehr aufhört zu regnen. Der Wettergott war uns nicht wohlgesonnen. (Hatte da vielleicht jemand sein Tellerchen nicht leer gegessen? die red.)


Ab ins Stadion und Plätze gesichert. Und das keine Minute zu früh. Sagen wir es so, es wurde kuschelig eng. Das Spiel ging los. Das letzte mal Hells Bells in der 2 Liga. Na ja, wenigstens für die nächste Saison. Tja, und das war auch schon fast das Spannendste vom Spiel. Für alle, die es noch ausführlicher wissen möchten, gibt es ja zum Glück das Internet.
Das Spiel ist aus. Wir sind doch nicht erster, haben aber dafür eine viiiiel schönere Radkappe der Marke Eigenbau als die Kaiserslauterer. Da der Rasensturm ausdrücklich verboten wurde.....ääähhh ich meine, da darum gebeten wurde den Rasen nach dem Spiel nicht zu betreten, waren wir natürlich alle gespannt, was jetzt für'n Showact auf uns zukommt. Es wurde ja schon gemutmaßt, dass David Hasselhoff himself mit Kit auftauchen wird. Leider kam kein David, dafür aber eine sehr unterhaltsame Spieleinlage unserer Mannschaft in 1. Liga Trikots. Noch vor Anpfiff gab es 2 rote Karten für Jarolim vom HSV!! Ja, ja, schaut euch das ruhig noch mal genau im Internet an.

Nach dem Spiel wieder schnell zum Bus und alle Bekannten in die Sommerpause entlassen. Natürlich nicht ohne noch ein leckeres Astra miteinander zu trinken.
Dann ab zum Spielbudenplatz...wie viele Fans werden da sein? Wie wird die Stimmung? Wie lange werden wir feiern?
Und es kam so, wie wir dachten. Zu viele Faaaaaaans, unsere Stimmung war nicht die gleiche wie die der anderen und nach 5 Minuten waren wir weg. Dann lieber doch Segelschiffe im Hafen gucken und noch auf ein Absackerbierchen ins Schellfisch.
Gääähhhhnnn....son Wochenende zehrt doch schon ganz an der Substanz. Aber schön war's!!
Am Montag um 16 Uhr kamen wir wieder in Osnabrück Hafen an.
Schon wieder eine Saison rum. Die nächste findet in der 1. Liga statt. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, wird sich noch rausstellen. Aber egal, ich bin wieder dabei und versuch so oft wie möglich dem magischen FC beim Siegen zuzuschauen.
Und immer mit dabei....die SPM. :)

es grüßt....die Missy


FüHrt FüRth Vor! – Ja!

spmblock 05 Mai, 2010 23:26 Allgemein, Sport, Fußball, FC Sankt Pauli, Greuther Fürth Permalink Trackbacks (0)

Nachdem ich schon die ganze Woche Tage gezählt und dem Wochenende entgegengefiebert habe, verbringe ich den Samstag bis 01:00 des Nachts damit Muffins zu backen, Blätterteig zu füllen,  Pizza zu backen und mit meinem Freund Gin-Tonic die Aufregung zu mindern.
Samt veganen Fressalien machen wir uns morgens um 6 Uhr auf gen Köln, voller Vorfreude: Endlich la Famiglia wieder sehen und vielleicht, ja vielleicht schon am verschwitzten Aufstieg schnuppern. Im Auto stelle ich fest: Meine Jacke fehlt. Kurz nachdenken und an Petrus erinnern: Regen. Regen. Regen. Auf die Uhr schauen und denken: Aaaach, wir ham ja Zeit. Ab zu meinen Eltern, wo ich das gute Stück am Vortag vergaß, dann endlich auf die Autobahn. Feststellen, dass es quasi unmöglich ist in 15 Minuten Köln zu erreichen (ja die Wege hier im Bergischen sind eben etwas länger, es war 6:45 als wir auf der Autobahn waren), es aber schaffen dank super-special-Glücksparkplatz. Acht Minuten zu spät kommen,  und dann endlich (mit einigen Sammel-Stopps) Richtung Bayern aufbrechen.
Feststellen, dass die Mafia sich teilweise dem Motto entsprechend wirklich hübsch zurecht gemacht hat. Kutten, knappe Röcke, bunte Beine, wilde Haare und unbequeme (da diskutier ich jetzt nicht weiter drüber!) Stiefel, Lederjacken – 20 Jahre Zecken on Tour. Man munkelt, es waren auch Hools am Start. Nicht zu verwechseln mit den Leuten vom Solinger Bhf.
Man muss feststellen, dass uns die Leute nicht anders anschauen als sonst auch, man erwartet diesen Look scheinbar von FCSP-Fans.
Ohne Stau und mit einer adäquaten Anzahl an Pipi-/“Fanart“-Pausen erreichen wir das vernieselte, graue, aber sehr freundliche Fürth. Alle waren auf Party programmiert, selbst Team Green hatte gute Laune und versteckte sich sogar, weil es ihnen unangenehm war nicht dem Aufruf zum Mottooutfit gefolgt zu sein. Bis sich der Schotterplatz vor der beschaulichen Playmobil-Arena füllt, werden die Dixis markiert, bevor andere hier ihr dreckiges Geschäft verrichten. Alle sind glücklich und aufgekratzt wie junge Stinktiere. Nach und nach torkeln sie herbei, die optisch geschundenen Sonderzugler, die heiteren Busreisenden und auch die bekutteten Fanladenmitarbeiter ;-)

Die Fürther Innenstadt nach Piratenmanier geplündert (= leer getrunken) und die Flaggen gehisst, bereit zum Entern. Freunde werden begrüßt, potenzielle Familienmitglieder geherzt, der Bus leer getrunken.
Jetzt aber rein. In den großzügigen Sitzbereich. Übrigens Petrus: Ha ha! – Trocken.
 Hier sind wird nun mit unseren albernen Sonnenbrillen bei „Regenwetter“. Und wir freuen uns.
La Famiglia muss USP zuwinken, statt sie anzuhüpfen. Passt schon. Wir sind sicher, jetzt wo der Aufstieg zum Greifen nah ist, kann keiner sitzen bleiben und niemand seine Hände in den Taschen lassen. Wir rocken hier gemeinsam den großen Gästebereich, egal von wo.
Aufwachen Becksi. Realität: Vereinzelt hat es auch geklappt, mit dem Stehbereich eine Supporteinheit für unsere Jungs zu werden und sie zum Aufstieg zu singen.  
Hinter dem Tor fiebern wir (naja, bis auf eine Ausnahme, ne Madame?! – Man fiebert im Nebenblock…) und schreien und singen. Leider verläuft die erste Halbzeit nicht so, wie wir uns das wünschen. Die Anspannung steigt.
Es kommt zu einem unschönen Unfall:  Matze wird richtig übel ausgeknockt – ich stehe direkt dahinter und mir wird schlecht. (Toi, toi, toi! Man bessert sich.)
Bene muss ins Tor und kassiert leider in der 37. Minute eine Kleeblattbude.
Halbzeit zwei läuft gut. Sehr gut. Minute 51: Das erste Tor für uns, das erste Tor von Deniz. Bäääääm. Kräftig und willensstark lassen sie es krachen, zeigen dass sie es wollen. Ebbe zimmert in der 65. per Kopf den Ball ins Tor und sorgt für wildes Hüpfen und lautes Singen in der Kurve.  Geil. Soooo nah dran. Langsam kommen zu den einzelnen Ordnern einige mehr hinzu. Nervöse Blickwechsel „Oh oh, das wird’s wohl… was tun. Der arme Rasen“.  In der 73. bestätigt Sir Charles „das wird’s!!!!“ via souveräner Bude und Rouwen besiegelt das Glück in der 88. Minute.
Schnelle Ehrenrunde zum Abklatschen der Fans durch den Blockvorbau durch die mitgereisten, aber nicht-spielenden Spieler. Auch sie wirken ungläubig.
Alles singt, alles feiert. Nein, keiner kann es glauben.
Rechenspiele um die Wirklichkeit zu greifen. Wenn dann… ja klar, eher nicht. Ja, es sieht wohl so aus. Krass.
Abpfiff Minute 90. Standing Ovations voller Respekt.
Keine Minute später: Unsicherheit. Nu aber… das Klettern geht los. Die Ordner haben ein Einsehen: Das Tor öffnet sich und die Massen strömen auf den Platz. Die Bandenwerbung bricht, die Fans feiern. Und die Mannschaft? Ja, die ist mittendrin. Badet in den Emotionen, lässt sich feiern, feiert sich selbst. Nach und nach …. nach Fotos und Gedanken strömen auch wir nach draußen.
Ach ja, Bier leer. Wir auch. Irgendwie. Kann mans fassen?! - Quatsch, keiner hat geheult ;) (oh doch! auch die harten jungs im usp-block) Wir sind doch Zecken… 

Der Abschied, der Weg nach Haus… glücklich und zufrieden. Wie kitschig. Aber so wars.
Sonntag geht’s weiter, mit Stempel und mit allen die fehlten. Liga 1, wir kommen!


Becksi  SPM


Klasse Sieg, Aber Gemischte Stimmung

spmblock 28 April, 2010 23:48 Allgemein, Sport, Fußball, FC Sankt Pauli, Tus Koblenz Permalink Trackbacks (0)
23.04.2010 FC Sankt Pauli – TUS Koblenz

An diesem Freitag machte sich mal wieder eine kleine Gruppe aus NRW auf den Weg nach Hamburg. Nach der Niederlage in Berlin war es um so wichtiger zu Hause wieder zu punkten.
Leider war der Bus diesmal nicht voll, was sicherlich mit dem Freitag zu tun hatte, aber der ein oder andere überlegt es sich in diesen Tagen vielleicht auch zweimal. Einigen ist nämlich die Erfolgslust und der mögliche Aufstieg, dank der ganzen Ereignisse der letzten Wochen, schon zur Qual geworden.

Pünktlich gegen halb elf wurde ich als letzter Mitfahrer in Münster abgeholt und bis Bremen kamen wir gut durch. Im Bus bestimmten bei einigen die Themen zwischen Fans und Verein der letzten Wochen die Gespräche. Vor allem die aktuelle Kartenkontingentdiskussion um den Fanladen sorgte für Gesprächsstoff. Andere nutzten die Zeit für Schlaf, da einige doch schon früh aufbrechen müssen zu einem Heimspiel. Für auswärtige Fanclubs ist halt jedes Spiel ein Auswärtsspiel.  
Nachdem es sich mit dem Stau bei Bremen aber noch im Rahmen hielt, kamen wir pünktlich in Hamburg an um erst einmal gemeinsam zum Fanladen zu gehen um sich mit anderen zu treffen, auszutauschen und ein Astra zu trinken und die Tickets für die nicht Dauerkarteninhaber abzuholen.  Um den Fanladen herum gab es eigentlich fast nur ein Thema. Wie geht’s nun weiter? Was wird die Entscheidung des Präsidiums für Auswirkungen auf auswärtige Fanclubs haben und deren gemeinsame Fahrten?

Auch im Stadion war eine sehr gemischte Stimmung. Vom Hoffen auf einen 3er, über die aktuellen Diskussionen im Verein und Fanszene um die Auswirkungen des Rostockspiels, die Aufkündigung des Konzepts „Ab in den Süden“ durch den Verein und  die Frage, wie es denn nun weitergeht.
Hinter uns sollte eine kleine Gruppe im Laufe des Abends noch mehrfach auffallen. Den Beginn machten sie mit der Aussage, dass es nicht sein könnte, dass Fans Karten selbst verwalten. Später wollten sie sich in der Kurve fotografieren lassen und verkündeten lautstark, das sie das erste Mal hier sind. Der Zeckensong wurde mit „Asoziale Ossis“ intoniert und am Ende wurde sich darüber aufgeregt, was denn für eine Scheiße hier gelabert werde und dass man nur schnell raus will aus dieses Ghettokurve. Schönen Dank für diese Ansichten, und ich hoffe, sie haben gelernt, dass sie mit ihren Meinungen fehl am Platze waren. Verschiedene Meinungen okay, aber der Ton und die Art machen die Musik. Egal, nun mal endlich zum eigentlichen Thema: dem Spiel.

Es versprach ein spannendes Spiel zu werden, da die Tus Koblenz noch gegen den Abstieg und wir um einen sicheren Aufstiegplatz kämpfen müssen. Doch der Beginn der Partie war eher lahm. Es wurde zwar auf beiden Seiten gekämpft, aber es ergaben sich keine wirklichen Chancen und das euphorisch getippte 3:0 von mir schien mir bald als zu optimistisch. Gerade nachdem die beiden ersten zählbaren Chancen von der Tus Koblenz kamen und Ebbers einen Ball nicht schoss, der gefühlt eine optimale Ausgangslage war. Erst in der 25. Minute gab es eine Chance durch Bruns, die leider abgefälscht am Kasten vorbeiging. In der 28. dann wird Takyi von Hartmann gefoult – im 16er.  Der Schiri zeigt auf den Punkt und die Freude ist schon groß. Immerhin hat Bruns dieser Saison 4 von 4 Elfmetern eingenetzt. Doch was war das? Der Ball ging aus unserer Sicht nicht rein. Stattdessen sah es nach Wiederholung aus. Richtig. Ein paar Koblenzer sind wohl zu früh rein gerannt und somit zählte der Elfer nicht. Diesmal versucht sich Lehmann, welcher ja auch für gute Freistöße und gefährliche Schüsse bekannt ist – und Paucken hält. Scheiße!
Nun begannen im Kopf schon schlimmste Szenarien, zumal die Gäste nun richtig motiviert sind und Pourie in der 39. Minute allein vorm Tor. Aber Morena klärt, da er im „Vorbeigehen“ angeschossen wird und den Ball damit in eine andere Richtung lenkt. Langsam wird es aber Zeit, dass von unseren Jungs mal wieder etwas kommt. Ein Unentschieden oder gar ne knappe Niederlage darf es nicht werden. Es dauerte aber noch bis kurz vor die Pause, bevor etwas Nennenswertes passierte. Charles Takyi spielte den Ball gut aus und hielt einfach mal drauf auf das Tor. Und er trifft die kurze Ecke. TOOOR! 1:0   In der Kurve machte sich Erleichterung breit. Und im Torjubel ging es für manchen ein paar Stufen runter. Und dabei sollte es nicht bleiben. Gefühlt nicht mal eine Minute später ging es erneut auf das Koblenzer Tor zu. Ebbers spielt auf Deniz Naki, dieser scheitert an Paucken, kann sich den Ball, den Paucken nur abprallen lässt, aber wieder stoppen, spielt nochmal einen Gegner aus und diesmal trifft er. 2:0 ganze 2 Minuten nach dem Führungstreffer. So kann es weiter gehen. Doch dann war erst einmal Halbzeit.
Im Mittelblock der Gegengerade wird eine Tapete mit der Aufschrift: „Diese Tapete ist nicht genehmigt“entrollt. Herrlich. Hatte es doch schon vorher die Tapeten mit der Aufschrift „Unite we stand“ und zeitgleich “Hände weg vom Fanladen!“ gegeben.

In der zweiten Halbzeit ging's erstmal wieder etwas ruhiger zu. Hoffentlich machen unsere Jungs jetzt nicht den Fehler, dieses 2:0 nur noch verwalten zu wollen. Und der erste Torschuss kam auch von dem Koblenzer Glockner. Doch in der 53. Minute zeigte Charles Takyi, dass dies nicht beabsichtigt sei. Leider traf er nur das Außennetz, da der Winkel zu spitz war.
Doch schon wenige Minuten später waren unsere Braun-Weißen wieder richtig zurückgekommen. In der 58. Minute spielte Naki auf Takyi und dieser netzte hervorragend ein und erhöhte mit seinem Doppelpack nun zum 3:0. Was für ein Jubel. Aber dieser war noch nicht mal abgeebbt, da krachte es schon wieder im Tor. Ebbers läuft zwei Koblenzer aus und trifft nach einem hohen Ball von Takyi zum 4:0. Der Jubel wollte gar nicht mehr aufhören und der Koblenzer Keeper wirkte völlig verzweifelt. Phasenweise sah er aus, als wollte er am liebsten gehen. Und auch vom Rest seiner Mannschaft ist kaum noch etwas mitzubekommen. Es sind nur noch Statisten auf dem Rasen. In der 69. Minute dann spielt Lehmann auf Hennings, welcher kurz zuvor eingewechselt wurde. Dieser läuft wieder der Abwehr davon, umspielt den Keeper Paucken und kann den Ball fast ins Tor rollen. 5:0. Wahnsinn, was für ein klares Zeichen nach Augsburg. Den zweiten Tabellenplatz lässt man sich nicht mehr einfach nehmen. Auch nicht nach diesem Patzer in der Vorwoche. Doch auch das sollte es noch nicht gewesen sein. Fünf Minuten später Foul im Strafraum und erneut gibt es den Elfer für uns. Matze Lehmann schnappt sich den Ball wieder und diesmal macht er ihn auch rein. 6:0 was war nur los? Noch waren es ein paar Minuten. Sollte da noch mehr gehen?
Eine Minute später gab es aber dann doch noch einen Ehrentreffer der Gäste durch Pourie. 6:1 sollte dann auch der Endstand sein. Damit war gut vorgelegt.

Zum Abschluss wurde die Mannschaft noch gefeiert, aber es gab auch kritischere Töne. „Stani raus“ meinte ich vernommen zu haben. Später erfuhr ich auch, das es im scheiß TV auch zu vernehmen war und er es damit kommentierte, dass einige wohl immer noch nicht zufrieden seien. Aber auch ein: „Wir ham die Schnauze voll“ war zu vernehmen. Trotz Freude über den Sieg und Freude über den möglichen Aufstieg gab`s aber auch andere Äußerungen und Gedanken an diesem Abend. So mancher sieht den Aufstieg in Verbindung mit dem ganzen Drumherum der letzten Wochen sehr kritisch und mancher wünschte sich sogar eher, dass ein Aufstieg doch nichts würde. Dass stattdessen der ganze Zwist und die Kommerzialisierung, Etablierung und Vorreiterrolle des Vereins beim Abbau von Fanrechten und dem Kahlschlag in den Sachen, welche den FC Sankt Pauli eben anders machen, gelöst würde. Die Selbstverwaltete Kurve, das Fanprojekt und Fanladen, die Mitsprache der Fans, das kritische Äußern der Fanszene zu relevanten Fußball- und politischen Themen und der freundschafliche Umgang mit vielen anderen Fanszenen in und außerhalb Deutschlands macht diesen Verein zu etwas Besonderem. Aber genau dies wird vom Präsidium derzeit immer mehr in Frage gestellt, mit schwammigen Aussagen angegangen und immer mehr als unerwünscht hingestellt. Dies, sowie die Ungewissheit wie die mit dem Fanladenbudget an Karten für die Fanclubs und die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Fanszene nach dem Rostockspiel trübte diesen sportlichen Erfolg für viele an diesem Abend.

Um 22.30 Uhr machten wir uns dann auf den Rückweg. Nachdem es anfangs noch einige Gespräche zu all diesen Themen gab, machte sich recht schnell eine gewisse Müdigkeit im Bus breit. Und so wurde bis Münster die Zeit genutzt um etwas zu schlafen. Während ich dann kurz nach 2 Uhr zu Hause war, ging es für den Rest noch gut 2 Stunden weiter. Ich hoffe, dass diese Touren auch in der nächsten und jeder weiteren Saison möglich sind.

JanEndzeit  SPM/WF

Enjoy The Silence….

spmblock 21 April, 2010 22:43 Allgemein, Sport, Fußball, FC Sankt Pauli, Union Berlin Permalink Trackbacks (0)
oder ein König & sein Volk auf Reisen.

23:45 der Wecker ruft & komme ihm gerne nach. Köfferchen gepackt & ab nach Kerpen.

Begrüßung & Info, der Bus wird sich ein wenig verspäten. Sei´s drum, mit Klönschnack & Imagepflege an der Bordsteinkante verging die Zeit dann doch wie im Flug, so dass wir mit nur wenigen Minuten Verspätung unsere Reise antreten konnten. Ne denkste aber nur. Die Brötchenfee unseres Vertrauens, seinerzeit Angestellte bei einer großen blauen Benzin-Kette, offenbarte uns kurzerhand, die vorbestellten Brötchen seien noch nicht fertig. Naja sei´s drum, machste nix dran. Mit der Zeit im Nacken ging es dann aber doch auf die Bahn um nach & nach weitere verwaiste Familienmitglieder & Mitreisende des Nachts aufzulesen. Einige Plätze im Bus blieben leider leer, was angesichts der fast perfekten Spielansetzung, sowie aller Aufstiegseuphorie sehr schade ist.

Unausgeschlafen, aber voller Tatendrang fuhren wir also mit musikalischer Untermalung aus der Büchse dem Sonnenaufgang entgegen; unwissend, was da kommen mag. Die Stimmung unter uns Reisenden war ausgelassen, was nicht zuletzt daran lag, dass Getränke, die wir zum Mischen vorsahen, scheinbar bereits mit Alkohol versehen waren. Altbekannte & lästige Begleiterscheinung, insbesondere des Hopfenkonsums ist & bleibt das ´´Müssen – müssen, so dass wir unserer inkontinenten Linie treu blieben und regelmäßig den Ankerplatz aufsuchten. Kurz vor Berlin machte sich gerade Optimismus breit, wie gut wir doch in der Zeit wären, als sich plötzlich das Ende eines Staus auftat. Einige nutzten die Gelegenheit zur erneuten Blasenentleerung, während andere Eifrige mit Hilfe modernster Technik den Grund für die PKW-Ansammlung in Erfahrung brachten. Ein LKW hatte sich quer gelegt, der Stau beträgt jetzt bereits gute 10 km & die Bergungsarbeiten würden vermutlich noch den ganzen Tag andauern. Hurra. Erinnerungen an einen ganz schlechten Film wurden geweckt, die ersten machten sich auf die Suche nach einem Grill, die anderen checkten die umliegenden Fahrzeuge bereits auf TV-Antennen. Galgenhumor machte sich breit. Wenigstens schien die Sonne. Gleich in unmittelbarer Nähe zu unserem Bus, hatte sich ein kleiner schwarzer Wagen mit bestem Blick auf unser Treiben eingefunden. Aufgrund starker Sonneneinstrahlung und vermutlich enormen Druck auf der Blase ließen die Insassen ihren Unmut & Frust über die, die ihren Druck regulierten freien Lauf. Schlimm, wenn man so in seinen Zwängen gefangen lebt. Überlegungen, das besagte Fahrzeug in seiner Halteposition um 180 Grad zu drehen blieben dann aber doch theoretischer Natur; schade eigentlich. Als wir unsere Fahrt nach guten 1,5 Std. weiter fortsetzten, liefen die Rechenschieber bereits auf Hochtouren, ob man wohl noch pünktlich zum Anstoß käme. Ein großes Danke an dieser Stelle, sei unseren zwei Fahrern gesagt, die unseren Bus mit geradezu genialer Finesse stets auf dem richtigen Weg hielten.

Leider reichte es aber nicht mehr ganz zum Anpfiff, so dass wir uns erst zur 10. Spielminute im gut gefüllten Gästeblock einfanden. Begrüßt, orientiert & Blick aufs Spielgeschehen. Tor durch Mattuschka. Mit Gewalt unhaltbar unter die Latte & drin. Kopf nicht hängen lasen, es blieb noch genügend Zeit und die Zeichen standen auf Sturm. Dann die 19. Minute; Oczipka passt auf Takyi und der zieht das Ding aus knapp 20 Metern aufs untere rechte Eck. TOOOOR, der passt. Die Stimmung im Block kocht; da geht noch mehr. Bis kurz vor der Halbzeit passierte hüben wie drüben nicht viel. Erwähnenswert ein erneuter Versuch von Mattuschka , Hain zu überwinden, doch der hält den Schuss. Kurz vorm Pausenpfiff dann noch mal Feuer. Rothenbach passt vors Tor, Takyi wird erneut bedient & schiebt zum Tor ein, weil der Keeper der Union zuvor patzt. Die darauf folgende Explosion im Block verpufft leider sogleich wieder, weil Schiedsrichter Kinhöfer zuvor ein Foul von Ebbers gesehen haben will. Wohl eher die falsche Entscheidung. Die zweite Halbzeit verläuft zunächst ohne zwingende Großchancen, aber deutlicherer Körpersprache auf Seiten der braun-weißen. Ab der 70. Minute entwickelte sich plötzlich ein spannendes Spiel, jedoch brachte es nicht für uns ein & Hain erwies sich mehrfach als ausgezeichneter Schlussmann. Dann die 86. Minute. Peitz kommt vorm Tor frei zum Kopfball, Hain pariert zunächst großartig, bleibt dann aber beim Nachschuss von Benyamina ohne Chance. Alle weiteren Bemühungen sollten bis zum Schlusspfiff unbelohnt bleiben, was heute sicherlich nicht am Support gelegen hat. Von tiefen Gräben innerhalb der Fanszene war nichts zu spüren und der Support war erstklassig.

Nach dem Spiel gings zum Bus, wo wir spontan die Chance auf kapitalistischen Größenwahnsinn ergriffen, reichlich Kaltschalen unter das Volk zu bringen & noch den einen oder anderen Plausch zu halten. Erheiternd war dann noch eine meines Erachtens nach völlig überzogene Reaktion seitens der Polizei, welche eine kleine Gruppe Krad-Fahrer eines alt bekannten ´´Mofa- Clubs´´ aus der Hölle mit gezogener Waffe zum Anhalten zwang & festsetzte.

Die Rückfahrt verlief dann wie gewohnt etwas zügiger, weil nach & nach der Schlaf der Gerechten Einzog nahm. Gerüchte über wilde Straßenschlachten mit herausgerissenen Schildern machten die Runde, aussagekräftige Bilder geschweige denn Erinnerungen, dies bzgl. blieben mir aber ebenso verborgen, wie die Anwesenheit wilder Tiere im Bus (man munkelt über ´´Rheinische Kapuziner Äffchen´´ und das seltene ´´ Schnabeltier´´; nicht zu verwechseln mit dem vom Aussterben bedrohten ´´Sabbel- Tier“). Nach einigen weiteren Zwischenstopps und dem Besuch einer großen Burger Kette (Nein nicht die, die Andere ) dann doch noch ein kleines Highlight. Hoher Besuch tat sich auf; ´´ König – Enjoy – the- silence `` gab sich kurz die Ehre am Bus & das Volk war entzückt. Im Bus wurden dann noch modische Verbrechen für das kommende Auswärtsspiel im Playmobil-Land geschmiedet , bevor man sich nach & nach voneinander verabschiedete, bis ich des Nachts um 1:30 plötzlich wieder alleine war  & schon beim zweiten Versuch die richtige Autobahn nach Hause fand.

Dat is Punk, dat raffste Nie.

Das Spiel Des Jahres Gewonnen

spmblock 14 April, 2010 23:39 Allgemein, Sport, Fußball, FC Sankt Pauli Permalink Trackbacks (0)
12.04.2010 FC Sankt Pauli – FC Augsburg

Ja, was soll ich sagen. Ich hab gerade keine, aber auch absolut keine Lust auf das Hammerspiel und die Stimmung im Stadion einzugehen. Die aktuelle Entwicklung im Verein nach dem Spiel beschäftigt mich derzeit viel mehr. Hätte ich mich mal doch nachts um 2 Uhr nach der Ankunft in Münster gleich hingesetzt und diese getippt. Dran gedacht hatte ich noch kurz. Aber nun nicht zu ändern. Ich versuch mein Bestes.

Schon im Vorfeld kochte die Stimmung für das Spiel bei vielen aus den verschiedensten Gründen hoch. Da wären zum Beispiel: Das gefühlt wichtigste „Endspiel“ der Saison. Gegen den aktuell größten Konkurrenten im direkten Aufstieg, welcher nur 1 Punkt hinter uns auf Platz 3 liegt. Aber auch die Nachwirkungen der Südkurvenblockade. Aber auch die Tatsache, dass es ein Montagsspiel ist und ein Streit um den Montagsspielboykott entbrannte. Viele forderten diesen aufzugeben, oder anders, die Form des Schweigens, da diese nichts bringt und man mit lautstarkem und bildlichem Protest mehr erreicht. Also gab es vor einer größeren Diskussion um die zukünftige Form des Protestes für dieses eine Spiel bereits aufgehoben. Es gab Banner und Tapeten, aber kein Schweigen, welches von allen auch als aufeinander Zugehen innerhalb unserer Fanszene gesehen wurde. Also Vorfreude auf 90 min. Hexenkessel pur.

Da es ein beschissenes Montagsspiel war, konnte die Sankt Pauli Mafia diesmal nur mit kleiner Besetzung anreisen. Aber einige Wackere ließen es sich trotzdem nicht nehmen, beim Highlight der Rückrunde dabei zu sein. Und für mich gab es schon auf der Hinfahrt eine neue Erfahrung. Bin ich doch erstmalig durch den alten Elbtunnel gefahren.

Vor dem Spiel hatten wir noch etwas Zeit, welche wir nutzten um dem Fanladen einen Besuch abzustatten und ein Bier zu trinken und uns mit der Gazetta zu versorgen. Pünktlich zum Einlass in die Kurve und den Platz geentert. Ein paar nette Gespräche und schon mal gut einstimmen auf das Spiel und die Mannschaft schon gut während des Warmmachen supportet.

Schon das Aux Ames nach dem Hells Bells war diesmal absoluter Wahnsinn. Alle im Stadion hatten ein Ziel: Gemeinsam für den Aufstieg.
Die ersten 45 Minuten waren spielerisch ganz gut anzusehen und man sah, dass unsere Jungs kämpften und den Sieg wollten. Einzig und alleine der Abschluss gelang nicht. Wobei man die ein oder andere gute Chance hatte. Unter anderem nach einem Doppelpass mit Takyi schafft es Deniz Naki nicht ganz mit dem Tor. Aber auch Augsburg sollte zwei Chancen haben, bevor es zur Halbzeit ging. Die Stimmung war dafür absolut Wahnsinn und ich dachte es könnte sich kaum steigern. Sowas hab ich am Millerntor so schon lange nicht erlebt.
Gleich zu Beginn der 2. Halbzeit sollte sich aber schon zeigen, dass es noch schöner werden sollte. Die Stimmung kochte, die Mannschaft kam noch besser ins Spiel zurück und machte richtig Druck.
In der 50. Minute hat Ebbers mal nen richtigen Lauf drauf und hängt Möhrle ab, aber der Ball geht  übers Tor. Und schon 2 Minuten später der erste Jubel des Abends. Bruns zu Lehmann, welcher aus großer Entfernung einfach mal abzieht und... das lange Eck trifft. TOOOR!!! In der Kurve gibt’s Bierdusche und es geht erstmal ein paar Stufen abwärts, so sind alle außer sich vor Freude. Erleichterung überall. Die Stimmung wird noch besser und der Support geht über alle Tribünen und jeder supportet mit jedem. Nix mehr von Gräben und Reibereien. Aber auch auf dem Spielfeld wird es immer besser. Unsere Jungs geben nun so richtig Gas anstatt sich hinten rein zu stellen.
Takyi zieht in der 60. auf das Tor ab, trifft aber nur Möhrle und von da geht der Ball eher zufällig an den Augsburger Schlussmann. Schade.
Aber schon 3 Minuten später kracht es erneut im Tor der Augsburger. Nach dem Abstoß von Hain geht der Ball zu Bruns, dieser auf Takyi und dann nimmt Ebbers dessen Flanke mit der Brust an, lässt den Ball abtropfen und versenkt ihn im Tor. Nach nur 5 Ballkontakten. Klasse. Jubel überall, an Lautstärke kaum noch zu überbieten und die Süd vibriert.
Aber auch danach ist nichts mit Rückzug. St. Pauli bleibt aktiver und bissiger auf dem Rasen. Im Gästefanblock ist nun gar nichts mehr zu hören, wobei auch vorher kaum was ankam, aber nun sah man nicht mal mehr Bewegung dort. Doch nur ein paar Minuten vor Ende der regulären Spielzeit krachte es erneut. Hennings, welcher gerade eingewechselt war, spielt den Ball direkt vor die Füße von Ebbers, welcher diese Einladung annimmt und gekonnt den Ball ins Netz beförderte. 3:0 in der 83. Minute und das Team wurde den Rest des Spieles vom Dauerjubel begleitet. Neben „You`ll never walk alone“ gab es: „So spielt ein Aufsteiger“, „Nie mehr 2. Liga“ und „Nie mehr Montag Abend“ zu hören. Beim Torjubel vibrierte, wie ich später im Netz sehen konnte, sogar das Fernsehbild ein wenig und der Sprecher im Scheiß Sport 1 berichtete von einer wackelnden Sprecherkabine, weil unter ihnen die Fans so abdrehen vor Freude. Es waren einfach wahnsinnige Emotionen, da nun, glaub ich, die Bundesliga so nah wie möglich ist.

Direkt nach dem Spiel gabs ein Jubelbier auf dem Weg zum Auto, da wir direkt fahren wollten, weil unser Fahrer um 4.30 Uhr in Köln seinen Frühdienst beginnen musste.

So, mehr will ich zum Spiel nicht schreiben, da ich echt gerade mehr zu den Vorgängen der letzten zwei Tage schreiben würde. Die Erklärung des Präsidiums für alles, was hart erkämpft war von der Szene, weswegen sich der Verein immer gerne als anders und besonders hinstellt, mal so über den Haufen geworfen, keine Selbstverwaltung mehr, alle Fanrechte reduziert auf weniger als die Gästefans dürfen (die dürfen sogar erstmal pauschal nen Mega mit nehmen). Und dass sogar getestet wird, wie weit man pauschal gehen kann gegen die eigene Fanszene, das erschreckt mich. Nur gut, dass ein wenig zurückgerudert wurde. Trotzdem, ich habe einen faden Beigeschmack und bin gespannt, was da noch kommt, denn es ist in der Stellungnahme des Präsidiums alles so schwammig ausgedrückt, dass alles möglich scheint.

JanEndzeit SPM/Westfälische Friesen


SPM On TOUR: Standard LüTtich - H.S.V

spmblock 09 April, 2010 19:03 Allgemein, Sport, Fußball, FC Sankt Pauli, Standard Lüttich Permalink Trackbacks (0)

Am Donnerstagnachmittag machten sich 3 SPM`ler von Köln auf den Weg nach Belgien, um  Standard und deren Antifa Ultras gegen den H.S.V zu unterstützen.
Die Hinfahrt verlief zügig und mit nur einer Pipipause ;-)
In Lüttich angekommen, wurden wir aufgrund des Kennzeichens erstmal von der belgischen Staatsmacht raus gewunken und auf französisch zugetextet. “Aammbürg?!”, dies wiederholte der Staatsknecht dreimal, bis wir merkten, dass er dachte, wir sind Rauten. Nach einem deutlichen “Nö, Standard” durften wir dann in die “Homezone”.

Schnell noch einen Parkplatz finden und dann ging es auch schon los. Die Suche nach dem COSA SL war erst was mühselig, da der Pub der Ultras etwas versteckt liegt.
Schon vor dem Pub wurden wir begrüßt und gefragt: “Saint Paule?!”. Nach einem “Ja” fing der Abend an.... Kaum waren wir im Pub, machten wir große Augen: eine Party durch und durch. Sowohl vor als auch im Pub.

Wir wurden als Paulianer mehr als herzlich begrüßt und hatten  innerhalb weniger Minuten jeder ein Bier in der Hand. Nach etwas Smalltalk wurden dann auch die ersten Utensilien getauscht.
Vor dem Spiel kam immer mehr Bier von den Inferno`s. Als sie mitbekommen haben, dass wir ohne Ticket da waren und uns lediglich nur das Spiel anschauen wollten, waren Sie noch  begeisterter.

Das Spiel begann mit einem lauten “Antifa Hooligans”. Die ersten 5 Minuten vom Spiel bekamen wir noch mit. Danach standen wir mitten unter Ultras, die Stadionverbot haben und uns mit Wodka, Bacardi und anderen Sachen versorgten. Beim Versuch Biermarken zu kaufen
wurden diese uns einfach geschenkt. Nachdem jeder von uns noch einen Schal geschenkt bekommen hatte und tausend Umarmungen gefallen sind, war auch schon Halbzeit.

Zeit für einen Snack... Unsere neuen Freunde zeigten uns einen belgischen Imbiss und ihre Volksportart ”Cop Bombing”, was sehr sehr nett war. :-)
Gestärkt für die 2. Halbzeit ging es  wieder ins “Cosa”, aber Fußball gucken?! Fehlanzeige!!
Das Bierausgeben ging weiter. Nach dem Spiel und der Niederlage, (verdammt, wann sind die Tore gefallen?!) war die Stimmung immer noch gut..

Danach gingen wir mit drei Personen von Inferno noch ein bisschen um das Stadion. Wir  verliefen uns “leider” in den Gästebereich. Der Affenmob vom HSV war aber gut abgeschirmt.
Nach einem lauten “Gehst du durchs Viertel” plus “Scheiß HSV!!” bemerkten dann auch die Cops, dass wir Fans vom “Magischen FC” sind. Daraufhin wurden die Leinen ihrer vierbeinigen Begleiter etwas lockerer gelassen. Dann wurde ich noch übelst auf französisch angemacht von einem Cop! Mit einem Kopfnicken und “auf`s Maul?!” verabschiedete ich mich von der Staatsmacht.
Danach ging es wieder Richtung Pub.

Leider war es schon 00:30h und der Abend ging zu langsam zu Ende.
Das Verabschieden von den Inferno-Leuten, auch wenn es nur 8-10 waren, dauerte auch nochmal ca. 20 Minuten, 3 Bier und einen Wodka.
Die Rückfahrt ging dann bis auf eine kleinere gegenseitige Pöbelei mit HSV-Fans an der Tanke zügig voran. Um ca. 01:50 h waren wir dann in Köln.

SuicideDance SPM


WIR MÖCHTEN UNS NOCHMAL HERZLICH BEDANKEN BEI DEN LEUTEN VON INFERNO ULTRAS!! VIELEN DANK FÜR DEN SAUGEILEN ABEND MIT EUCH!!

merci du fond du cœur
INFERNO ULTRAS

SANKT PAULI MAFIA NRW


DüSseldorf-Ostern

spmblock 07 April, 2010 22:10 Allgemein, Sport, Fußball, FC Sankt Pauli Permalink Trackbacks (0)

Das Fußballwochenende begann diesmal bereits am Sonntag.
Nachmittags ging es nach Düsseldorf, um vor der malerischen Kulisse von Schlossturm und Rhein am „Decoder Bashing Reloaded“ teilzunehmen. Eine doch recht große und verdächtig nach Fortuna Düsseldorf- und FCSP-Ultràs aussehende Gruppe lauschte dort einem in konservativen Stoff gehüllen Redner, der die Zersplitterung der Spieltage anprangerte und unter anderem die Forderung nach Abschaffung der Montagsspiele und rechtzeitiger Terminierung aussprach. Nach seiner Rede lud er die Menge ein selbst aktiv zu werden, und ohne Zögern fanden sich genug Teilnehmer um die gestapelten Decoder zu zertrümmern.
Schade dass die Aktion so wenig Beachtung außerhalb der aktiven Fanszene fand. Vielleicht ändert sich das, wenn es gelingt, das Thema in andere Städte zu bringen.

Ein Teil meiner Mini-Bezugsgruppe hatte Besuch aus dem Saarland, und um denen gegenüber die touristische Gastgeberpflicht zu erfüllen, steuerten wir eine Traditionsgaststätte namens Uerige an. Beim ersten Alt hat es mich ehrlich gesagt geschüttelt (Bier ist nun ohnehin nicht mein Ding). Da Düsseldorf die kölsche Angewohnheit kopiert hat *duck*, so lange ein neues volles Glas hinzustellen, bis man den Bierdeckel auf sein Glas legt, schmeckte das Getränk aber zunehmend besser.

Fortgesetzt wurde der Abend auf der Alerta Party im Linken Zentrum Hinterhof. Eine beeindruckende Ansammlung FCSP-Fans tversammelte sich dort: USP und Sektionen, Südzecken, Pendler, Fanladen, ein Partizan-Wiesel und immerhin wir drei SPM-Repräsentantinnen. Am Ende hatte ich den Eindruck, dass mindestens genauso viel FCSP-Fans wie Fortuna Düsseldorf-Fans anwesend waren. Leider gingen die Mojito- und Cuba libre-Vorräte zu schnell aus.

Als Hopping-Wochenende gilt das Ganze nun nicht, denn ich bin nachts zurück nach Hause gefahren. Es war zu verlockend, sich am nächsten Tag vom Mafia-Bus vor der Haustür abholen zu lassen.
Ein schöner Erfolg, dass der Bus trotz der kurzen Strecke richtig ausgebucht war. Es gibt unter uns ja sogar Hardcore-Mafiosi, die von Remscheid aus nach Mettmann kommen und mitfahren um den Bus zu supporten. Respekt!

Wir waren rechtzeitig genug vor Ort um einen Platz für den Reiselappen zu bekommen und ausgiebig meet & greet zu betreiben. Dem Killipitsch-Overkill bin ich zum Glück entronnen und weiß immer noch nicht, wie das Zeuch schmeckt. Wobei "schmecken" in dem Zusammenhang das falsche Verb sein soll.

Diese Modekonzern-Arena steht zwar in meinen Augen für all das, was am modernen Fußball scheiße ist. Aber oben auf der Treppe zu stehen, macht Spaß: guter Treffpunkt, guter Überblick. Und alle, die man braucht oder sehen möchte, kommen an einem vorbei.

Es wurde richtig voll bei uns im Block und diese dämlichen Klappsitze tragen auch nicht gerade zur Bewegungsfreiheit bei. Der 20-Minuten-Boykott wurde diesmal gut durchgehalten. Zumindest hatte ich den Eindruck, der aber täuschen kann, wenn man mitten unter Seinesgleichen steht. Es gab beeindruckende „ScheißDSF“-Wechselgesänge zwischen unserer Kurve und Block 42, der Großteil der Düsseldorfer hielt die 20 Minuten aber nicht durch. Sind wir ja gewohnt von den Heimfans. Eine Zeitlang hingen an den Werbebanden Banner mit Aussagen wie „Stehplatz statt Couch“ und „Pyro statt Popcorn“. Gut gemacht! Und hoffentlich sichtbar für alle, von mir aus auch im TV.

Das Spiel. Es gab ein paar Schiedsrichterentscheidungen, die ich nicht so nachvollziehen konnte. Daran allein kann es aber nicht gelegen haben. Chancen nicht richtig ausgespielt?  Davor kapituliert, dass Fortuna Düsseldorf diese Saison noch kein Heimspiel verloren hat? Es wirkte aber auch so, als ob der unbedingte Wille zum Sieg fehlt. Und der Eindruck verfestigt sich dann noch, wenn das Team nach dem Spiel noch nicht mal zum Zaun kommt. Habt ihr alle schon irgendwelche Vertragsverhandlungen im Kopf? Seid in Gedanken bei der nächsten Saison und den Vereinen, die euch eventuell nehmen? Keine guten Voraussetzungen für das Heimspiel gegen Augsburg.
Ich bin nicht so naiv mir einzubilden, dass „unsere Jungs“ auch nur einen Gedanken an uns, die Fans verschwenden. (Bene vielleicht. Manchmal.) Aber ich möchte regelmäßig  den Eindruck haben dürfen, dass sie sich wirklich anstrengen.

Am Bus Verabschiedung der aus der nahen Umgebung angereisten SPM-ler/innen und der Gäste aus Saarbrücken, ehrlich gemeinte Glückwünsche an den überglücklichen Fortunen-D. und dann ab nach Hause.

Mary Read  SPM/USP


P. S.: Mit welcher Rechtfertigung kommen auf den Hilferuf nach Sanis eigentlich so viele Ordner in den Block? Der nun ohnehin schon voll genug war. Und wenn wir selbst um Sanis bitten, sollte doch klar sein, dass wir für die dann auch Platz machen. Da braucht es keine Möchtegern-Schränke in Warnwesten, die nur für Unmut und Eskalation sorgen.


Where The Fuck Was Hansa Rostock?

spmblock 31 März, 2010 19:35 Allgemein, Sport, Fußball, FC Sankt Pauli Permalink Trackbacks (0)
28.03.2010 FCSP- Hansa Rostock

An diesem Morgen machte ich mich mit gemischten Gefühlen auf den Weg. Wird es Rostocker geben, die trotzdem kommen? Wie werden die Banner der Rostocker in ihrer leeren Gästekurve aussehen? Wie wird überhaupt ein Spiel ohne Gäste sein? Wie wird unser geplanter Protest verlaufen? Wird der Protest wahrgenommen werden?
Also machte ich mich morgens auf zum Treffpunkt für den Bus, um dann die 300 km wie jedes Heimspiel in Kauf zu nehmen, oder besser zu nutzen um mich mit anderen zu unterhalten, um über die Aktion des Aussperrens der Gästefans zu diskutieren und schon mal ein leckeres Astra zu trinken.
Wir kamen gut durch und waren zeitig in Hamburg.  Der Fanladen war noch recht leer. Also schnell die Gazetta geholt und mit einem Astra ging es auf zum Millerntor um mich mit dem Rest zu treffen. Und ab zum Eingang Budapester Str. Bis dahin war, außer viel Grün oder Blau weiß am Stadion, kaum etwas von Bannmeile oder Rostockern mitzubekommen. Ausnahme 2 Typen mit Rostockschal gegenüber vom Jolly Roger.

Ich habe mich jetzt an dieser Stelle entschieden nicht groß auf die Blockade der Süd einzugehen, da dies schon zur Genüge im Netz getan wird, es scheinbar eh kein anderes Thema mehr gibt derzeit. Auch wenn sicher nicht alles richtig war, manches hätte anders laufen können.... Ich muss aber sagen, dass mich vieles an diesem Tag geschockt hat. Ich hörte von Hitlergrüßen, Schlägen und Tritten gegen diejenigen, welche vorne standen. Aber dies sollte alles an anderer Stelle diskutiert werden. Es kotzt mich nur an, wie unsolidarisch damit umgegangen wird, wie schnell nach Sanktionen und nach Verfolgung innerhalb unserer Fanszene geschrien wird. Um darauf weiter ein zu gehen, bin ich zu enttäuscht und emotional aufgeladen derzeit.
Ich hoffe jedenfalls, dass es bald einen Weg gibt, dass alle Seiten wieder aufeinander zugehen können, den eigentlichen Grund, der alles ausgelöst hat, wieder in den Blick bekommen und sich gemeinsam wieder stark machen können.  Ausgelöst hatte immerhin das Ganze die Entscheidung unseres Präsidiums und der Polizei, keine oder zumindest fast keine Gästefans zuzulassen bei diesem Spiel.
Ich finde es gut, dass Rostock auf die Karten verzichtet hat und stattdessen nur Banner aufgehangen hat, welche sich alleine mit der Thematik der Fanrechte und des Aussperrens von Fans beschäftigten. Nichts zur Rivalität und den Reibereien. Nichts Provokatives gegen C.L. Was ich gerade nach dem Hinspiel eher erwartet hätte. Respekt, dass dieser Protest sachlich ablief. Da wurde C. L. von Seiten unserer Fans stärker kritisiert.

Aber zurück zum Thema. Es sollte erst 5 Minuten nach Anpfiff die Südkurve betreten und gemeinsam alles für die Mannschaft gegeben werden. Zumindest war anhand der Akustik klar, dass in der Zeit kein Tor gefallen war. Und als ich in die Südkurve kam, wirkte das Spiel sehr zerfahren. Nichts klappte. Nach 11 Minuten gab es mal einen guten Schuss von Morena. Etwas später Lechner. Aber das wars auch. Bis auf die Rostocker, die auch eine Chance hatten, welche Thorandt aber gut klären konnte.
Der Support war sehr bescheiden. Es gab Phasen des Spiels, wo die Mannschaft sicher etwas mehr  Antrieb gebraucht hätten. In dieser Phase aber waren es immer nur kleine Gruppen, die mal den Mund auf bekamen. Nur wenige Situationen, in denen mal etwas mehr Power kam.
Erst in der 41. Minute passierte dann mal richtig was. Schöneberg gibt einen Rückpass an seinen Keeper, welchen sich Ebbers abfängt und den am Boden liegenden Keeper der Rostocker umläuft um das Ding ins Netz zu machen. „Song2“. Jubel Freude. 1:0 gegen die Kogge. Es war schon eigenartig, wie auffällig leise es in der Situation ist, wenn keine Gästefans im Stadion sind. Keiner der mit dem eigenen Jubel übertönt wird, keiner der frustriert ist und lauthals seine Mannschaft danach anfeuert, um sie zum Ausgleich zu treiben. Nichts. So darf Fußball nicht sein!

Kurz darauf Halbzeit. Bier? Fehlanzeige, da es ja ein Hochsicherheitsspiel ist, so sehr, dass Gäste sogar zur „Sicherheit“ ausgesperrt wurden. Man konnte nicht mal mit einem leckeren Bier anstoßen.  

Dann 2. Halbzeit. Da muss mehr kommen. Das 1:0 ist zu wackelig, da kann viel passieren und die Chance, dass Augsburg zu dem Zeitpunkt 2:0 zurücklag, durfte man sich nicht entgehen lassen. Also kam die Mannschaft auch mit mehr Druck zurück.
Und es ging mehr. Naki spielt auf Takyi ab. Schade, hätte aber wegen Abseits nicht gegolten. Vielleicht hätte Deniz mal selber abziehen sollen?
Aber kurz darauf 55. Minute, die Erlösung. Kruse schießt mit richtig Power aus dem Strafraum der Gäste auf das Tor und Walke lässt den Ball nur abprallen. Zu seinem Ärger direkt vor Deniz Naki. Und was macht dieser? Richtig, er zieht ab und macht das 2:0. Klasse. Deniz Naki Fußballgott! Das zweite Mal diese Saison das vernichtende 2:0 von ihm gegen die Kogge. Nach dem Leck nun der vernichtende Schuss. Reicht es zum Versenken?
Aber plötzlich Rudelbildung in der Mitte des Spielfeldes. Was war passiert? Retov foulte ziemlich heftig Naki weg. Kann der seinen Frust nicht anders abarbeiten? Mit Fairness hatte das nicht viel zu tun. Das war schon grob unsportlich. Aber das war noch nicht alles. Boll, der ihm die Meinung sagen will und zu diesem Zweck auf ihn zurennt, wird vom ihm in bester Zidane-Kopfstoßmanier am Kinn getroffen und geht zu Boden. Noch während die Fans pfeifen und ihrem Unmut kund tun, wird dieser noch mehr verstärkt. Boll bekommt die rote Karte. Wieso das? Erst als auch der Rostocker das Feld verlässt ,sehe ich, dass beide Rot bekamen. Trotzdem, Boll hätte nie Rot bekommen dürfen. „Schieber, Schieber“ macht sich lautstark breit.
Rostock drängt nun etwas. In der 66. Minute haben sie eine Chance durch Danielsson, welche Hain gut über die Latte lenkt. Danach Hennings, der gerade eingewechselt war, am Ball, sollte der Joker schon wieder zuschlagen? Nein. Walke faustet den Ball zwar nur, aber Ebbers kommt nicht mit dem Kopf dran. In der 80. Minute dann noch der Freistoß für uns.  Und es war mal wieder ein neuer Versuch. Hennings hatte sogar richtig Power, aber es reichte nicht um das 3. Tor zu machen. Schade. Hatte ich doch ein 3:0 getippt. So blieb es auch beim 2:0. Egal Kogge versenkt. Und das zum 3. Mal in Folge.
Gegen Ende gab es noch eine Sache, die echt nett war. Bei jedem Ballbesitz der Mannschaft gab es bei der Ballabgabe ein Hey und bei Ballverlust oder Ballabgabe eines Gegenspielers ein Pfui „Hey, Hey, Heeeey, pui,heeeey pfui,hey....“ Muss man hören. War ohne den üblichen Support eigentlich der gelungenste Supportmoment an diesem Mittag. Wobei mir da noch “Wir steigen auf und ihr steigt ab“ einfällt. Großartig. Gerade bei der Kogge......
Nach Abpfiff stand auch fest: Tabellenzweiter. Augsburg war wieder hinter uns, da diese nur 4:0 spielten  in Aachen. Was ist die Welt doch schön.
Anschließend noch in den Fanladen, ins Jolly und etwas essen, bevor es 22 Uhr auf den Weg zurück gehen sollte. Naja, Rostocker hat man wenigstens noch ein paar gesehen. Allerdings standen die in einem Grundstück gegenüber des Telekombunkers am Zaun und hatten schon die 8 auf dem Rücken. Erst im Nachhinein erfuhr man, dass es mehr waren. Dass aber trotzdem alles friedlich verlief. Aber das Konzept Straftäter damit fernzuhalten ist in meinen Augen gescheitert. Denn gerade diese sind trotzdem gekommen, wenn auch ohne den von ihnen gewünschten Effekt am Ende. Nur die restliche Fanszene hatte die Arschkarte und konnte ihre Mannschaft nicht anfeuern. Ich mag die nicht, aber ich will auch, egal wo meine Mannschaft spielt, diese anfeuern können.
Aber eine Handgreiflichkeit konnte man noch am Jolly miterleben, als 2 HSV-Atzen in Thor Steinar- und Freiwild-Shirts Stress machten. Aber auch das war harmlos.
Kurz vorm Abfahren dann noch ein paar „eigene Fans“, welche am Jolly lauthals „USP ist Scheiße“ sangen und sich dabei ganz groß vorkamen.   Ich sag nur Fuck! Sich über fehlende Toleranz aufregen und selber so tolerant und solidarisch zu sein wie ein Stück Toastbrot.
Wie titulierte die MoPo? „Krieg der St. Pauli Fans.“
So, nun freue ich mich auf das nächste Spiel mit uns als Gästen und auf Augsburg auch wieder mit Gästefans am Millerntor.
FC St. Pauli - Established since 2010

Jan Endzeit / SPM/Westfälische Friesen

Neun Von Sechzehn!

spmblock 24 März, 2010 23:02 Allgemein, Sport, Fußball, FC Sankt Pauli Permalink Trackbacks (0)

Wir schreiben Freitag, den 19.03.2010, es war eine längere Auswärtsfahrt angesagt. Unser Weg sollte in den äußersten Osten der Republik führen, ins „Stadion der Freundschaft“, was bekanntlich in Cottbus liegt.
Die Fahrt begann für mich zu einer halbwegs zivilen Zeit, 6 Uhr aufstehen, 7 Uhr Abfahrt. Leider war diesmal kein Bus am Start, da Freitagsspiel und über 700 Kilometer Anfahrt. So fand sich nur eine kleine Gruppe Mafiosi, die es wagen wollte den Osten zu erobern. Pünktlich um 7 Uhr ging es los, die Collegas waren schon was länger auf den Beinen als ich. Trotz des Berufsverkehrs kamen wir zügig voran und passierten den gefürchteten Kölner Autobahnring in Rekordzeit, danach wurde die Autobahn deutlich leerer, was eine gute Durchschnittsgeschwindigkeit zuließ.
Wir hatten uns für die Route über Dresden entschieden, die zwar gut 40 km länger war, aber nach unserer Einschätzung doch zeitlich die kürzere. Die Landschaften flogen nur so an uns vorbei. Die CD-Auswahl ließ keine Wünsche offen, doch es gab ein paar, die nicht beschriftet waren, was uns zum CD-Roulette hinreißen ließ: Egal was für Mucke nun kommt, die CD wird zu Ende gehört. Was uns eine Stunde lang „Torfrock“ bescherte.
Nach 3 Stunden Fahrt war Frühstück angesagt, Kaffee & belegte Brötchen. Die angefahrene Raststätte gab leider auch nix Besseres her. In der Auslage lag nur ein vertrocknetes Schnitzelbrötchen für 5,20 € - Horror!
Gegen 11 Uhr erreichten wir die neuen Bundesländer, schlagartig wurden die Autobahnen besser, was sage ich: die Autobahnen sind 1A und dreispurig. Man hätte eine Tasse Kaffee auf das Armaturenbrett stellen können ohne dass was überschwappt. Es war kaum Verkehr, wir hatten also die richtige Route gewählt. Städte flogen an uns vorbei, in denen nun wirklich keiner wohnen möchte. Plattenbauten und sehr viele Industrieschornsteine, alles wirkte etwas schmuddelig, nicht gerade eine Wohlfühloase.
Kurz vor Dresden mussten wir nachtanken, prompt lief uns eine TS-Atze über den Weg, verschwand aber schnell im Auto und fuhr davon, es lebe das Klischee!  Fuhren nun wieder Richtung Norden dem Spreewald entgegen. Von der Autobahn konnten wir einen Blick auf den Lausitzring (Eurospeedway) erhaschen. Kennt jemand den Ort Calau? Wir auch nicht, aber es führen jede Menge Autobahnausfahrten dorthin, gefühlte 10 Stück!
Cottbus-West verließen wir die Autobahn und bahnten unseren Weg durch die Stadt, ohne Navi oder Karte, alles aus dem Gedächtnis. Ohne uns zu verfahren erreichten wir die Sperrzone „Durchfahrt verboten – Gästefans frei“. Der erste Polizeikontrollposten war in Sicht, wir wurden gestoppt und die Eintrittskarten mussten vorgezeigt werden, die uns berechtigten die „Hochsicherheitszone“ zu betreten. Was hätten wir nur gemacht, wenn wir unsere Karten erst vor dem Stadion bekommen hätten!?
Was nun geschah, was echt surreal: wir fuhren durch eine menschenleere Stadt, nur Team Green wohin das Auge fiel.

Nach einem Kilometer der nächste Kontrollposten, der uns den Weg zum Gästeparkplatz wies. Auf dem Parkplatz standen gerade mal 20-25 Fahrzeuge, der Rest unserer Leute war wohl mit Bus und Bahn angereist. Nach 9 Stunden Fahrt waren wir nun am Ziel, noch 2 Stunden bis Anpfiff. Über dem Parkplatz und dem Stadion kreiste ein Hubschrauber - waren wir hier beim Fußball oder in einem Kriegsgebiet?  In der Zwischenzeit ist dann auch unser Lieblings- Fotograf eingetroffen, „Duke du alter...!“ schallte es über den Parkplatz. Es wurde noch was geschnackt, der versprochene „Fanräumegürtet“ übergeben und sich über das übertriebene Polizeiaufgebot lustig gemacht. Die ersten Busse und Zugbesatzungen trafen nun ein, und wie könnte es anders sein, in Begleitung eines enormen Aufgebots von Grün-Weiß. Wir schlenderten nun die letzen 300 Meter zum Stadion hinüber, aber zuerst mussten wir noch eine lebensgefährliche Treppe überwinden. Durchsage von der Polizei folgte: „Liebe Sankt Pauli Fans, es wird am Eingang verschärfte Kontrollen geben, aber jeder wird rechtzeitig im Stadion sein“.
Also rein ins Vergnügen ;o) Die Ordner sahen alles andere als nett aus, und wie sich herausstellte, beschäftigt der FC Energie Cottbus „Magdeburger-Hools“ als Ordnungsdienst. Das lässt tief blicken, bei was für einem Verein wir zu Gast waren. Die Kontrollen waren im Prinzip nicht anders als sonst, nur mit der Ausnahme, dass man seine Schuhe ausziehen musste, was den Ordnern ziemlich viel Spot einbrachte.

„Hey, du musst auch unter die Einlegesohlen schauen und nicht daran riechen“, „Willste die Socken auch haben?“
Wir waren drin und mein Schal der Marke Eigenbau auch ;o) Neben den Ordnern war auch Team Green im Block vertreten, die aber nach ein paar Rufen „haut ab, haut ab“ der Aufforderung nachkamen. Wir wurden mit mehreren Kameras abgefilmt, man fühlte sich rundherum willkommen im „Stadion der Freundschaft“. Endlich kamen die Mannschaften auf das Spielfeld und diese unsägliche Werbeveranstaltung im Vorfeld hatte ein Ende.
Das „Aux Armes“ wurde geschmettert. Ich persönlich fand eigentlich den Support für einen Auswärtsblock diesmal gar nicht übel. Es war ein umkämpftes Spiel, beide Teams hatten gute Chancen. Der Support von Cottbus war nur in den Anfangsminuten laut, danach für Heimfans eher erbärmlich. Die erste Halbzeit blieb ohne Tore, nicht zuletzt, da die Torhüter einen guten Tag erwischt hatten.
In der zweiten Hälfte endlich die Erlösung: das 1:0 für den „magischen FC“! Kollektives Ausrasten im Block, so muss das sein!  Zwischenzeitlich wurden Pläne gemacht dieses absolut hässliche Maskottchen von Energie zu entführen oder einfach mit einen Blattschuss zu erlegen. So was braucht die Welt nicht, Schmach und Schande über den, der sich sowas ausgedacht hat. Unser Team wurde dann noch richtig abgefeiert.. Nach der Verabschiedung ging es zurück zum Auto, die erwähnte Treppe kam im Dunkeln und bergab einen „Stunt“ gleich. Immer noch überall Grün-Weiss, man hatte nicht die Wahl der Strecke, sondern musste auf einem bestimmten Weg die Stadt verlassen. Für die Rückfahrt hatten wir beschlossen über Berlin zu fahren, da es die kürzere Route war und wohl um diese Zeit nicht mehr mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen war. Je nachdem wie fit wir noch sein würden, kam uns der Gedanke, einen Abstecher nach Bielefeld ins „Desperados“ zu machen, um unsere Freunde von „The Firm“ zu besuchen. Also funkte ich Mike kurz an, wir lange der Laden geöffnet hat, Antwort „6-7 Uhr, heute ist Karaoke“. Das klang gut, mit dem festen Vorsatz dort hinzufahren ging es weiter Richtung Berlin, vorbei am „Tropical Islands“.  Um nicht einzuschlafen und damit der Fahrer nicht alleine wach bleiben musste, hatten wir angefangen die weißen Striche am rechten Fahrbahnrand zu zählen. Bis knapp 200 sind wir gekommen, dann hatte es eher den Schäfcheneffekt ;o) Auf der Rückfahrt gab es nur eine Pause bei Porta Westfalica zum Nachtanken. Da sich zu dem Zeitpunkt alle ausgepowert fühlten (außer dem Fahrer hoffe ich) beschlossen wir doch direkt nach Hause zu fahren und auf den Karaokeabend zu verzichten. Schade, aber nächstes Mal! Nach nur 7 Stunden Fahrt kam ich müde aber glücklich zu Hause an. Es hatte sich gelohnt: 3 Punkte geholt, 9 Bundesländer durchfahren, 1520 Km zurückgelegt, und das für 90 Minuten Fußball, so muss das sein!!!

DUKE SPM/USP


Ich Brauch Tapetenwechsel, Sprach Die Birke

spmblock 17 März, 2010 23:59 Allgemein, Sport, Fußball, FC Sankt Pauli Permalink Trackbacks (0)

Es ist kalt, nass und sehr früh, als sich ein Teil vom SPM-Mob am Sonntagmorgen auf in die Hansestadt macht. Pünktlich legen wir ab am HBF Köln. Noch etwas müde bzw. verkatert haut der Musicmaster die Top 100 der Bravohits bzw. Fetenhits in den Player. Die Gehörgänge liegen also frei und die Stimmung kommt langsam. Erster Zwischenhalt ist das schöne Herne und gleichzeitig die erste Pause.
 Nachdem ein bissl Streetart bzw. Kleber hinterlassen wurden, ging die Fahrt weiter Richtung Norden. Langsam wurde es draußen hell und das Astra schmeckte auch sofort besser. Buskeeper H. verteilte noch schnell etwas gegen die innere Kälte.
 Zu den Topthemen gehörte natürlich die aktuelle Situation vom FCSP. Die Stimmung im Bus versprach viel für diesen nordisch nassen Tag. Da die Autobahn quasi uns gehörte, kam der Mob zügig voran. Kleine Pausen an Autohöfen mit Sexshops, die 24h aufhaben bedankten sich auch bei der SPM . Unterwegs wurde natürlich auch etwas übers HRO Spiel diskutiert und die Geschehnisse im Vorfeld. Nach gefühlten 4 Astra und 3 Pippipausen war auch schon die Elbe in Sichtweite. Nach gekonntem Einparken begrüßten wir den noch den wartenden Anhang der SPM.

SuicideDance SPM

Bei Hamburger Wetter in einer gut gefüllten Kurve, diesmal allerdings mit wenig Konfetti (das merkt man immer erst dann, wenn man noch Stunden später an diversen Stellen dieses weiße Geschnippsel findet).....

Hells Bells - es geht erst auf die Nordkurve los.

Der Schalter wird auf Reset gestellt - es geht wieder von Null los - und das auf sehr nassen rutschigen Boden.

Unsere Jungs legen gleich gut los. Florian Bruns setzt sich rechts außen durch, flankt die Kirsche auf den mutterseelenalleinstehenden Marius Ebbers. Das Ding zappelt im Netz - gegen die Laufrichtung - keine Chance für Semmler. Yes, yes, yes - Song 2 ertönt!

RWO ließ den Kopf nicht hängen. Stoppelkamp zieht aus 20 Metern ab, aber kein Problem für Matze Hain.

Dann die erste Schreckensmeldung. Ralph Gunesch hat sich bei einem Zweikampf mit Terranova das Innenband gezerrt. Eger kommt für Gunesch. Von Seiten der Mafiosi natürlich gute Besserung und schnelle Genesung.

19 Minute - Freistoß für RWO. Schmidtgal knallt auf die Kiste, Hain kann nur nach vorne klären und Stoppelkamp netzt zum 1:1 ein. Schöner Scheiß - naja auf dem Boden nicht leicht zu halten - Scheiß drauf - Mund abputzen weiter gehts - St.Pauli,St.Pauli,St.Pauli......!!!!

Keine 5 Minuten später wieder Freistoß - Diesmal für uns.
Fabian Boll legt quer auf Matze Lehmann und drin das Ding!!! Jupp, das war super, das war elegant! Song 2 erneut! Herr Lehmann hat aber auch einen Hammerschuss und das dazu auf dem Boden.....

RWO ließ trotzdem nicht locker. In der 31. Minute langer Freistoß aus dem Halbfeld und mit seinen Haarspitzen flash(t) Gordon das Ding ins lange Eck. 2:2!

Keine 2 Minuten später, langer Ball auf Terranova und der legt den Ball ins lange Eck - Allerdings hatte der Linesman was dagegen - und zwar zurecht! - Abseits, knapp, aber richtig gesehen(schönen Gruß an alle die Leute, die bei jedem Pfiff gegen uns gleich Hoyzer schreien!!!)

Kurz vor der Pause die nächste Kack-Meldung. Matze Lehmann verletzt sich ebenfalls und muss raus. Auch hier von Seiten der SPM - gute Besserung und schnelle Genesung. Max Kruse kommt.

Halbzeit - gutes Spiel - nasses Wetter

Hälfte Zwei geht dann folgerichtig auf die Süd zu.

In der 54.ten Minute zieht dann Basti Oczipka einfach mal vom 16er ab und semmelt dem Semmler den Ball unter den Armen durch. - 3:2 Yes, yes, yes, - Song 2 die Dritte - bitte! (derber Torwartfehler, allerdings, ich weiß nicht, ob ich ihn schon erwähnt hatte - der Boden, ja der nasse Boden!!)

58.Minute

Marius Ebbers sieht, dass Herr Semmler sehr weit vorm Tor steht und zieht aus 45 Metern ab, der Ball wird länger und länger, aber der RWO-Keeper kann den Ball noch vor der Linie halten.

Ronny König zieht an Marcel Eger einen Schuss an die Querlatte.

Hui, hui, hui - knappe Kiste!

74.Minute lange Ecke von Deniz Naki - Eger und Semmler gehen im 5-Meterraum zum Ball hoch und der hintenanstehende Bruns schiebt zum 4:2 ein! Krass, toll und wiedermal Song 2. Allerdings hätte meines Erachtens das Tor nie und nimmer zählen dürfen, da es ne glasklare Torwartbehinderung im 5er war. (Auch hier wieder eine winkende Hand an die Hoyzer-Jungs aus dem Block!)

77. Minute Freistoß für RWO kommt zu Marinko Miletic und der Ex-St.Paulianer verkürzt auf 4:3 .....

Meine Güte ..... wat denn hier los.....

85.Minute - Ecke Deniz Naki Nachschuss Fabian Boll - abgefälscht - Tor 5:3!!! Yupp... das wars, die Messe ist gelesen, der Drops ist gelutscht !
Song 2 - Runde 5 bitte!!!!

Danach passierte nichts mehr!

Wichtige 3 Punkte auf schwer bespielbarem Boden!
Gute Besserung an die Verletzten und schnelle Genesung!

Auf der Heimfahrt wurde dann noch schnell die Hunderasse des Monats gewählt!

DanDuran SPM/USP

Dem bleibt kaum etwas hinzuzufügen.

Thank you for the music an collapze! Auf der Hinfahrt machten die Gäste im hinteren Busdrittel ratlose Gesichter, während wir zu David Hasselhoff und Gus Backus abgingen. Wird höchste Zeit für Karaoke ;-)

Dank der fashion addicts (nach dem Umzug müsste es jetzt heißen „provincial fashion addicts“ *hähä*) auf der Rückfahrt zunehmende Albernheit und sinkendes Niveau in der VIP-Lounge. Wer hatte eigentlich mit den keuchenden Möpsen angefangen?
Und von wem stammt die Titulierung unserer Touren als „Inkontinenz-Bus“?
Match?

Mary Read SPM/USP


1000 Kilometer FüR Nix

spmblock 10 März, 2010 22:55 Allgemein, Sport, Fußball, FC Sankt Pauli Permalink Trackbacks (0)

Sonntag, 7. März 2010

0:50 Uhr und die Fahrt ist angefangen. Mit einer voll gepackten Tasche und sehr gemütlichen Sportshosen (für die lange Reise braucht man so was) bin ich von Dortmund nach Köln mit dem ICE (Luxus Baby!) gefahren. Unterwegs ist O. reingestiegen, nach ein bisschen Unterhaltung waren wir schnell in Köln. Frühstück bei der Bäckerei, weitere Leute gesammelt und los mit dem Bus nach München.Genau wie die Reise nach Augsburg, ist die Fahrt so gelaufen: super viel Unterhaltung am Anfang, ein paar Frühstücksbiere tapfer getrunken, ein bisschen mehr Unterhaltung, ein paar Pinkelpausen gemacht und dann plötzlich „haeh wir waren schon 4 Stunden unterwegs, warum sind wir noch nicht in Süddeutschland? Naja schlafen!“. 4 Stunden mit nur der skurrilsten Musik (irgendwas über ein Trabant und dann ein Jumpstyle remix von Madness), dann plötzlich alle Leute haben geschlafen (ausser H., der feiert weiter). Ich bin irgendwo aufgewacht, super Musik läuft und keine Leute waren wach um es zu genießen!
Und jetzt habe ich eine Frage: Wir müssen irgendwann nach Fürth fahren. Das liegt auch im Süden. Lieber (kotz) Sky Sports, ihr könnt Spiele auf einen Montagabend setzen, ihr habt die meisten der Fußballfans in England davon überzeugt, dass der kack Premier League die beste in der Welt ist und dass Fussball zu Hause gucken macht mehr Spaß als in der Kurve zu stehen. Könnt ihr denn vielleicht ein Teil von Deutschland wegnehmen, so dass es leichter wird den Süden vom Norden aus zu erreichen? Ich meine ehrlich, wer wird z.b. Frankfurt und Umgebung vermissen? Nur ein paar Yuppies während der Woche vielleicht. Sky Sports hat bestimmt den Einfluss über den DFB usw. um diese Region am Wochenende irgendwo wegzustellen, so dass eine Busreise eine Stunde oder so weniger dauert? Oder?
Und jetzt mit der ganzen Leserzahl aus Hessen völlig genervt, berichte ich endlich über das Spiel. 1860 erinnert mich völlig an „Manchester City“. Sie spielen normalerweiser in hellblau, haben keine interessante Fankultur, haben längst mit ihrem alten Stadion ihre Identität verloren, spielen in einrm gar nicht vollen Arena und hassen ihre erfolgreichen Nachbarn. Ich finde es schwierig Mannschaften in Deutschland wirklich zu hassen, aber mit 1860 bin ich fast da. Deswegen war ein Sieg sehr wichtig. Nach 7 Minuten hatten 1860 nur 10 Spieler auf dem Spielfeld. Auswärtssieg habe ich gedacht! Aber doch nein. Dieser kleine nervige Blonde (wie Dickov, wenn wir immer noch mit City vergleichen), Aignor, macht ein Tor von nix. Unglaublich! Später hat Ebbers den Pfosten mit einem Kopfball getroffen, aber sonst kam keine Antwort von den Boys in Brown.
In der zweiten Halbzeit hat St Pauli immer noch gespielt, als ob sie die Mannschaft mit einem Spieler weniger waren. Aber dann eine Flanke vom enttäuschenden Kalla, und Ebbers (einer von wenigend der gekämpft hat) macht den Ausgleich. Für 10 Minuten war das Spiel echt spannend und St. Pauli haben endlich ausgesehen, als ob sie vielleicht etwas von dem Spiel wollten. Aber dann auf dem Conter haben 1860 den Siegtreffer gefunden. Was folgte, war nur enttäuschend. Die Jungs haben gar nicht gekämpft. In der letzen Minute hat der Schiri einen 11-Meter für uns verpasst, aber wir haben es gar nicht verdient. Kein einzige Punkt.
Und so was ist mit unserer Mannschaft. Es geht nicht mehr um Glück oder Selbstsicherheit sondern Leistung. Sie haben nicht genug gegeben. Jungs, wenn Sie in der Bundesliga spielen wollen, wenn Sie mehr verdienen wollen, den Sieg-Bonus kassien wollen und den Upgrade auf deinen BMW kaufen wollen, dann mussen Sie mehr geben. Sie müssen es verdienen! Und jetzt vergleiche ich es mit meiner Arbeit. Wenn jemand in meinem Buro tritt und mir sagt „mehr arbeiten, glitzige Sachen kriegen“, würde ich vielleicht nur lachen und denken „hee hee lächerlicher Patrick Bateman, Möchtegern_Vollpfosten. Ich gebe gerne weniger Leistung im ersten Teil des Tages, weil ich Kaffee trinken und The Guardian Online lesen will. Ich höre gerne auf mit der Arbeit 15 Minuten vor der Halbzeitspause (Mittagessen) um das SPM-Forum zu lesen. Und ich werde sowieso gut verdienen. Leck mich am Arsch!“. Aber entspannt nicht, liebe Mannschaft. Dieser Vergleich zwischen dem Spielfeld und einem normalen Job ist nicht gültig. Wir wissen schon, dass egal, was Sky Sports, die Glazers usw. sagen, Fußball nix zu tun hat mit der Betriebswelt, und deswegen müsst Ihr ALLES geben auch aufgrund Leidenschaft und weil ein paar Tausend Leute sind quer durch Deutschland gefahren um euch anzugucken und zu supporten. MUST TRY HARDER!

Teddy SPM/FCUM


Dekompressionskrankheit / Federico Lalalala Lalalala .......

spmblock 03 März, 2010 23:05 Allgemein, Sport, Fußball, FC Sankt Pauli Permalink Trackbacks (0)

Dekompressionskrankheit

27. - 28. Februar.  Ich hatte große Träume für dieses Wochenende, für diese Saison und die nächste.  Die großen Ziele waren meine erste Dauerkarte für St Pauli zu kaufen (nach meinem Umzug nach Deutschland im Oktober brauche ich meine für FC United of Manchester eher weniger) und einen Heimsieg zu sehen um St Pauli weiter Richtung Bundesliga zu schicken.  Was ich statt meine Träume bekommen habe, war etwas anders.

Ich bin am Freitag nach Hamburg gefahren, weg von dem Chaos des Ruhrpottderbys und die Fans auf Gewalt gebürstet (Zzzzzzzzzzzzz).  Mit dieser frühen Ausfahrt von NRW hatte ich Zeit mich für eine Dauerkarte zu bewerben.  „12 Uhr am Samstag fängt der Verkauf an", habe ich gedacht.  Genug Zeit ein langsames Frühstück mit N. zu genießen und dann mit ein paar Freunden (eine davon auch eine SPMerin) in der Schlange zu treffen.  Um 12 Uhr waren wir da und Mann, war die Schlange groß! Drei Stunden lang sind wir da gestanden.  Durch den Regen, den Wind, ein Meter pro 5 Minuten.  Es war hart.  Endlich haben wir den Vorplatz erreicht.  Musik, ein Grill, eine Transpi und ein Poster mit "Wer hier sich vordrängelt, hat nix kapiert" oder irgendwas darauf, haben unsere Laune verbessert.  Und dann ist es passiert.  Schlimmer als ein Kaiserslautern-Tor 30 Sekunden vor dem Ende eines Stimmungsboykott, über die Lautsprecher kam "Es tut uns leid. Es ist jetzt ausverkauft".  3 Stunden für nix - aua! 

Samstag kam und die Chance doch das Wochenende zu retten.  Los zum Millerntor! St Pauli - Die einzige Möglichkeit!  Nach einem kurzen Treffen mit den netten "The Firm" aus Bielefeld und ein Teil von der SPM bin ich rein ins Stadion gegangen.  Unter dem Dach, weg von dem Regen und Wind, die Mannschaft ist rausgekommen in einem Schneesturm von Konfetti - schön!  Entdich eine Chance das Spiel am Montag zu vergessen.  Aber es gab ein Problem.  St Pauli haben gekämpft, aber waren irgendwie nicht selbstsicher genug.  Der Kampf für das Mittelfeld war verloren und Flanken waren nicht präzise genug gemacht.  Bielefeld haben auch nicht so viel besser gespielt aber hatten offensichlich bessere Chancen.  Auf der Kurve war die Leistung auch nicht so stark.  Leute sind da gestanden, Mund zu.  Ein in meiner Meinung sehr schwaches Lied "tra la la irgendwas" mit linker Faust in der Luft (props für die Bemühung, lieber Liedschreiber, aber es hat keine Melodie) hat die Atmosphäre noch leiser gemacht.  Und dann ein sauberer Doppelpass durch unsere Verteidigung und Bielefeld haben geführt durch Federico (1-0, 33. min).  Die erste Hälfte ist dann ausgelaufen.

In der zweiten Halbzeit haben wir besser gespielt.  Nicht immer präzise, aber besser. Die Atmosphäre hat sich verbessert und es gab eine Phase früh in der zweiten Halbzeit, wo wir ganz viele Chancen und Ecken hatten. Das Stadion hat wirklich gebrüllt.  Die Bielefelder Mannschaft so nah dran zu unserer Kurve hatten Schiss!  Aber die Chancen sind vorbei gelaufen.  Langsam war es klar, dass es nicht unser Spiel wird.  Bielefelder sind lang auf dem Boden geblieben, laufen langsam zur Bank oder haben zynische Fouls gemacht.  Der Bielefelder Torwart hat oft so viel Zeit für einen Abstoß gebraucht, dass er fast einen grauen Bart in der Zwischenzeit hatte!  Ist das wirklich alles, was wir von einer Ex-Bundesliga-Mannschaft erwarten können?  Und dann eine Chance!  Wir sind durch die Verteidigung gebrochen.  Foul!  Elfmeter?  Vielleicht.  Arschkarte für den letzten Mann?  Definitiv!  Aber nein.  Der Schiri hat einen kleinen Mittagschlaf während einer von den minutenlangen Bielerfelder Spieleraustauschen gemacht und hat das Spiel verpasst.  Nur ein Gelb und ein Freistoß.  Die St Pauli-Spieler waren frustriert und mit ein paar Minuten noch zu laufen hat Lechner noch mal einen gegnerischen Spieler in der Luft gekickt.  Gelb-Rot und das Spiel ist vorbei.  Nach dem Spiel gab es auch wenig darüber zu freuen.   Der Schiri hat eine Bierdusche bekommen (naja ok, ein bisschen verdient...) und dann haben ein paar normalo Bielefelder Fans auf den Südkurve-Sitzplätzen den Sieg zelebriert.  Es hat eine eher aggressive Antwort von manchen St. Paulianern bekommen.  Ich weiß nicht, wer hat recht hier.  St Pauli war oft ein Verein, wo Fans von beiden Mannschaft das Spiel zusammen genießen konnten.  Gleichzeitig würde ich als gegnerischer Fan nicht einen Sieg so offensichtlich in der Heimkurve feiern.

N. und ich sind rausgegangen und dann habe ich die positive Seite von dem Wochenende gesehen.  Das gewisse Etwas, die Schönheit eines Stadtviertelvereins.  Die Menschen unterwegs nach dem Spiel, zu einer Bar in der Nähe oder auf einem Fahrrad nach Hause.  Das ist, warum wir hier sind.  Nicht nur um einen Aufstieg zu schaffen zu einer Liga, wo Vereine so kommerziell und öde wie Kaiserslautern oder Augsburg gehören, sondern um Fußball zu gucken in unserer Heimat (auch wenn für manche es nur eine Wochenendheimat ist).  Wenn ein bischen Erfolg kommt dazu, dann ist das nur ein Bonus!   

Und so ein bisschen Essen beim Hin und Veg, zurück durch St. Pauli und die schlechten Nachrichten fangen langsam wieder an.  Jungs in Hooliganklamotten, Polizei überall, Gerüchte über HSV-Fans unterwegs und meine einzige Waffe eine Kiste für einen Toaster!  Warum sind sie nicht in Bayern beim Spiel?  Warum sind sie wenigstens nicht bei einer von den "coolen Hangouts" in ihrer Gegend?  Ich habe gehört, Ikea Schnelsen bieten wirklich lecker Apfelschorle an! ;-). 

Nach ein bisschen Quatschen mit dem netten Teil Bielefelder Support sind wir weiter Richtung NRW gefahren.  Auf der Heimfahrt habe ich gedacht "Viel ist dieses Wochenende schief gelaufen, aber das wars.  Ich werde wenigstens rechtzeitig nach Hause kommen.  Ich bin doch in Deutschland, wenigstens funktionieren hier die Züge egal vom Wetter!"

http://www.derwesten.de/nachrichten/Deutsche-Bahn-stoppt-Verkehr-in-NRW-bis-auf-Weiteres-id2655210.html

Sonntag 7. Maerz - München - Always look on the bright side of life!

Teddy SPM/FCUM

 Federico lalalala lalalala .......

Wir schreiben den 28.02.2010, der Tag, an dem der zweite Tabellenplatz von Augsburg zurück erobert werden sollte.
Es gibt so Tage, wo man nicht wirklich viel Schlaf findet und man sich fragt, soll ich mir das wirklich antun, denn diesmal sollte unsere Busfahrt schon um 2 Uhr nachts starten. Also klingelte der Wecker nach ca. 2,5 Stunden unruhigem Schlaf um 1 Uhr , die Bewegungen waren was tranig, dann der erste Kaffee, so langsam kam der Kreislauf in Schwung, ganz langsam. Die Checkliste noch mal durchgehen, habe ich an alles gedacht? Jo, glaub schon! Wetter checken! Dicke Jacke, dünne Jacke? Na egal, irgendwie zu faul mir da jetzt Gedanken zu machen, hoffentlich rächt sich das nicht! Die Uhr zeigte jetzt kurz vor 2 an, es wurde Zeit. Bepackt wie ein Esel ging es zum Treffpunkt, der glücklicherweise nicht weit entfernt ist. Dort warteten schon zwei Leute, waren nun zu viert, überall müde Gesichter, viel gesprochen wurde nicht, man beschränkte sich auf das Nötigste. Der Bus war pünktlich auf die Minute, ein guter Anfang, noch rasch zur Tanke, die bestellte Verpflegung abgeholt und dann ging es ab auf die Autobahn Richtung Köln. Die üblichen Dekoarbeiten wurden durchgeführt, ein wenig belangloses Zeugs geschnackt, es war echt die falsche Zeit um tiefgreifende Diskussionen zuführen ;o). Wir erreichten pünktlich unseren Treffpunkt in Köln. Dort erwarteten uns ebenfalls Gestalten, denen man den Schafentzug ansehen konnte,glaube alle waren was neben der Spur, nur zum Glück unsere Fahrer nicht, obwohl das hätte  lustig werden können. Ein kurzes „Hallo“ und weiter ging die Fahrt, die nächsten Stationen waren Remscheid, Herne, Münster und Osnabrück, mal abgesehen von den kurzen Pausen die unausweichlich waren ;o).
In Osnabrück hatten wir dann unsere Mannschaft komplett, langsam wich die Müdigkeit und ging in Vorfreude über, denn ein „Match“ mit Bielefeldern stand uns bevor, haben zu diesen Zweck extra ein Route gewählt, die eine Konfrontation unausweichlich machen würde. Wir waren dann um 9:15 Uhr am verabredeten Ort, und Warten war angesagt. Nun kamen SMS mit dem Wortlaut „Wir sind gleich da“.
Gleich ist ein dehnbarer Begriff ;o) So war es dann auch, nächste SMS „Achtet auf einen silbernen Bus“, was wir dann auch taten, aber am Ende entpuppte sich der silberne Bus als ein grüner! Nun konnte es losgehen, just in diesen Moment tauchte auch Team Green auf, hatten die Wind von der Sache bekommen? Nee, glaube das war nur Zufall, hätten eh nix machen können, bis Verstärkung eintrifft ist allse vorbei.
Also stürmten beide Gruppen aufeinander los und fielen sich in die Arme, begrüßten sich, machten den Rastplatz zur Partymeile. Es war schön unsere Freunde von „The Firm – Bielefeld“ wieder zu sehen.
Wie bereits beim Hinspiel deutete sich wieder ein legendärer Tag an, alle waren bester Laune, jeder glaubte natürlich, dass sein Team heute gewinnen wird, normal ;o) Es wurde gesungen und getrunken, Persico ist ein Teufelszeug, aber das merkt man immer erst hinterher. Beinahe hätten wir die Zeit vergessen, der Aufbruch Richtung Hamburg lief dann schnell von statten, beide Busse wurden bunt durchgemischt und im Konvoi ging es dann weiter. Es wurde gelacht, geschnackt und Utensilien ausgetauscht, die Zeit verging wie im Flug, schon waren wir in Hamburg, der Plan war dass beide Busse auf dem Heiligengeistfeld Nähe Südkurve nebeneinander parken sollten, was auch ohne Probleme gelang, aber vorher mussten wir noch für ein kleineres Verkehrchaos sorgen, denn leider waren beide Busse ohne Toilette und ein paar Insassen, na ihr wisst schon ;o) Am Neuen Pferdemarkt bin ich dann ausgestiegen, musste noch unsere Karten im Fanladen abholen, mir fehlt also ne halbe Stunde. Als ich wieder an den Bussen ankam, waren die meisten von „der Firma“ schon Richtung Gästeblock gegangen, mit den anderen noch ein schnelles Astra getrunken und noch ein „OWL Idioten....“ hinterher gerufen, was mit einem freundlichen „Scheiß St. Pauli“ erwidert wurde, so muss es sein! „In den Farben getrennt, in der Sache vereint“ Ab ging es in die Südkurve, ich war wohl einer der letzten! Dort waren dann auch noch ein paar Leute von uns, die schon seit Samstag in HH waren, der Grund dürfte bekannt sein. Hells Bells, Anpfiff und 90 Minuten später konnte einer sich freuen, wir waren es nicht. Surprise - unser geliebter „magischer FC“ nur noch auf Platz 3, naja was heißt „Nur noch“? Wer hätte das am Anfang der Saison gedacht und noch ist das Kind nicht in den Brunnen gefallen. Diesmal ging es nach dem Spiel nicht zum Fanladen, wir hatten ja Gäste, fröhliche Gäste grrrrrrrrrrr. Es wurde viel gefachsimpelt, irgendwie hatte ich den Eindruck, dass jeder den anderen trösten wollte, der eine, weil er verloren hatte und der andere, weil er gewonnen hatte, merkwürdig. Nach zwei Stunden rückte unsere Abfahrtszeit näher, wir mussten vor den Bielefeldern los, hatten schließlich den weiteren Weg. Noch schnell ein paar Poserfotos gemacht, sich verabschiedet. Schön war es! Bis zum nächsten Treffen von „SPM und The Firm“!!! Hoffentlich bald. Glaube die Rückfahrt verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle, außer dass in NRW ein Sturm gewütet hatte und irgendwann im Radio die Meldung kam, dass die Bahn sämtlichen Schienenverkehr eingestellt hatte. Erwies sich aber im Nachhinein als halb so wild, alle sind gut heim gekommen. Aber davon habe ich nix mitbekommen, da ich die meiste Zeit mit Träumen verbracht habe, das glauben wenigstens die Anderen ;o) Um 2 Uhr hatte mein Bett mich wieder, genau nach 24 Stunden! Und das für 90 Minuten Fußball! Ist es das wert? Na klar!

„Wir sind immer für dich da, wir fahren zu jedem Spiel NA KLAR“............ Schnarch................................................

Duke SPM/USP
 

 


The Silicon Chip Inside Her Head ...

spmblock 23 Februar, 2010 23:45 Allgemein, Sport, Fußball, FC Sankt Pauli Permalink Trackbacks (0)
Montag, 22. Februar 2010

Das sind so Spieltage, nach denen es schwer fällt sich zu motivieren und den Glauben aufrecht zu erhalten.

Du stehst mit deinen Leuten im Stau und möchtest am liebsten die Busuhr zertrümmern, weil die Digitalanzeige dir mit jeder weiteren Minute zeigt, dass du viel zu spät im Block sein wirst.
Einer dieser überheblichen SUV-Fahrer zwingt unseren Bus zur Vollbremsung und du appellierst an die Vernunft wütender Mitreisender, obwohl du am liebsten selbst mit ihnen aus dem Bus springen möchtest, um diesem Typen mit FCK-Aufkleber auf der Karre die Meinung zu sagen.
Endlich (schlimm genug das sagen zu müssen) setzt sich der staatliche Geleitschutz vor den Bus und enttäuscht durch lahmes Weiterzuckeln im Stau. Noch nicht mal Blaulicht haben sie eingeschaltet.
Vom Messplatz aus mit strammem stummem schlecht gelauntem Marsch zum Stadion.
Das vom RMM per sms angekündigte Chaos vorm Stadion ist kein fröhliches Gerangel zum Aufbau von Feindbildern zwischen Fußballfans und Polizei sondern behäbiges provinzielles Missmanagement: ein riesiger Pulk staut sich vor den Eingängen zum Gästeblock. Wobei: Eingänge? Zeitweilig war nur EIN Eingang geöffnet. Und wie reagieren die wartenden Fans? Halbherziges Murren, rein theoretisches Erwägen eines Blocksturms, ansonsten kreisten die Bierflaschen und flogen die blöden Bemerkungen nur so herum. Einem Großteil dieser Auswärts“fans“ schien es gleich zu sein, ob ihre Party nun vor dem Station oder drinnen weitergehen würde. Die einzigen Wütenden, die wirklich rein wollten, waren wohl wir.

Das Spiel hat keinen Spaß gemacht. Verteidigungsstärkste Mannschaft gegen angriffsstärkste Mannschaft? Leider nicht viel von Angriffsstärke zu sehen. Statt dessen Abspielfehler und wieder diese Lücken in der Verteidigung. Wenn man wenigstens hätte mitleiden können angesichts heroischer Versuche oder tragischer Entscheidungen.

Trotzdem ist fehlender Einsatz auf dem Platz kein Grund für uns, die Fans, den support einzustellen! Was da abging, oder eben auch nicht, tat weh.
In der ersten Halbzeit drängelten ständig Leute rauf oder runter, je nachdem ob sie Bier holen oder wegtragen mussten. Jemand, der zehn Minuten vor der Halbzeitpause den Block in Richtung Bierstand verlässt, ist auf seine Art und Weise sicher auch Fan des FCSP sein, hat meiner Meinung nach aber nichts bei den aktiven Fans und Ultràs auf den Stehplätzen zu suchen.
Als hätten sie es selbst eingesehen, verließen viele der Konsumfans den Gästeblock, so dass es in der 2. Halbzeit endlich mehr Platz gab – wie man auch in der sich spiegelnden Decke des Stadions sehen konnte.
Nach dem zweiten Gegentor schaffte der Block zwar noch geschlossen ein trotziges „Sing when you're winning“ in Richtung Lauterner, aber danach hätte zu uns ein „Ihr schweigt, wenn ihr verliert“ gepasst. Obwohl es wirklich die ganzen alten Lieder waren, die unser Vorsänger anstimmte, hielt die Menge nicht durch. Wer zum "Für immer mit dir" blieb, waren die Üblichen. Insgesamt kein guter Auswärtsauftritt.

Auf der Rückfahrt ein Punkt für unseren Busfahrer, dem es durch Zähigkeit gelang, auf der Autobahn den Mannschaftsbus zu überholen, obwohl dessen Fahrer versuchte das Tempo zu steigern. Im Vorbeifahren bekamen wir Spieler zu sehen, die vor sich hin schauten, mit Telefon oder PSP hantierten, sich aber nicht miteinander unterhielten.

Was von solchen Ausflügen bleibt und einen davon abhält, den Verlockungen von Ausschlafen, Freunde treffen, Sofa und Trash-TV zu erliegen?
Sich im Mob unter Seinesgleichen wissen. Gute Bekannte wieder sehen. Neue Bekanntschaften schließen. Aufs nächste Mal hoffen. Sich ehrlich eingestehen: du willst es doch nicht anders.

Mary Read SPM/USP
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